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Monat: August 2007

Island: Bláa Lonið (deutsch Blaue Lagune)

Island: Bláa Lonið (deutsch Blaue Lagune)

Bláa Lonið (deutsch Blaue Lagune)

Die Bláa Lonið (deutsch Blaue Lagune) ist ein Thermalfreibad bei Grindavík auf der Reykjanes-Halbinsel auf Island. Sie liegt nahe der Hauptstadt Reykjavík und des internationalen Flughafens in Keflavík und ist eine bekannte Touristenattraktion in Südwest-Island.

Der See entstand als „Abfallprodukt“ des nahe gelegenen Geothermalkraftwerkes Svartsengi. Dort wird ein Gemisch aus Meer- und Süßwasser aus einer Tiefe von etwa 2 km, das in dieser Tiefe bis zu 240 °C heiß wird, zur Oberfläche gepumpt, wo es zur Stromerzeugung genutzt wird. Anschließend fließt es in das umliegende Lavafeld. So bildete sich dort ein Salzwassersee in der typisch blau-weißen Farbe.

Zuerst kam der lokalen Bevölkerung der Gedanke, darin zu baden, bis schließlich das Thermalbad errichtet wurde. Dieses pumpt mittlerweile auch eigenes Thermalwasser aus der Erde. Einen besonderen Reiz hat das Baden in der Winterzeit. Das Wasser im Thermalbad hat eine Temperatur von etwa 37–42 °C und enthält Mineralsalze, Kieselerde und Algen.

Baden in diesem Wasser lindert nachweislich Psoriasis (Schuppenflechte) und andere Hautkrankheiten. Neben den Thermalbädern werden auch Saunen, Massagen und Dampfbäder angeboten sowie eine Reihe von Schönheitsprodukten aus den im Wasser enthaltenen Salzen und Algen hergestellt.

Das Bad erhielt den Isländischen Umweltpreis 1999. Derzeit wird das Bad weiter ausgebaut, die Umbauarbeiten sollen bis Januar 2008 abgeschlossen sein. Es wird damit auf die stetig steigenden Besucherzahlen reagiert.

Lagune

Island: Glaumbær

Island: Glaumbær

Glaumbær

In der Nähe von Varmahlíð Besuch des Hofes Glaumbær, eines der bekanntesten Freilichtmuseen Islands. In dem altertümlichen Grassodenhof wurde noch bis ins letzte Jahrhundert hinein gewohnt, und er verschafft Ihnen einen interessanten Einblick in das Leben der isländischen Landbevölkerung in der Vergangenheit.

In diesen Grassodenhäusern lebten viele Isländer vor rund 100 Jahren. Holz war knapp und Stein isolierte schlecht, deshalb die Bauweise aus Grasziegeln.

Die Stube war der schönste Raum des Hauses. Diese wurde jedoch erst später gebaut. Zudem ist das Museumshaus in Glaumbaer recht groß. Ein normales Haus bestand aus drei Räumen und die Betten wurden zu zweit genutzt.

Fenster waren ebenfalls Luxus. Der Boden war wie gestampfte Erde, also überall feucht. Eine Art Heizung gab es nur in der Küche.

Island: Goðafoss

Island: Goðafoss

Goðafoss

Etwa auf halber Strecke zwischen Akureyri und dem Myvatn liegt der Wasserfall Goðafoss (= Götterwasserfall). Obgleich nur bescheidene 12m hoch, beeindruckt die donnernde Kaskade durch die Wassermassen, die sich in großer Breite in eine Schlucht stürzen.

Der Sage nach soll der Gode Þorgeir um das Jahr 1000 n. Chr. nach der beschlossenen Übernahme des Christentums als Staatsreligion die letzten heidnischen Götterbilder in den Goðafoss geworfen haben. Daher der Name Götterwasserfall. Ein Kirchenfensterbild in der Kirche von Akureyri erinnert an diese Geschichte.

Der Fallkante des Wasserfalls entstand am Rand des Lavastromes Frambruni, der sich vor rund 8000 Jahren aus dem Schildvulkan Trölladyngja ergoß und eine Länge von 105km erreichte. Das Lavafeld am Wasserfall, Bardardalshraun, stammt von dem 100 km entfernten Schildvulkan Trölladyngja nördlich des Vatnajökull und ist über 7000 Jahre alt.

Den Sagen nach, landeten hier drin die alten Götzenstatuen der Isländer. Wenn hier etwas Wind geht, lässt man am besten den Mund zu, um nicht kiloweise schwarzen Lavasand schlucken zu müssen.

Island: Mückensee (Myvatn)

Island: Mückensee (Myvatn)

Mückensee (Myvatn)

Im Gebiet rund um den Mückensee (Myvatn) im Nordosten Islands ist die Vielfalt vulkanischer Bildungen besonders stark ausgeprägt. Der mit 37km2 viertgrößte See Islands liegt 278m über dem Meeresspiegel und ist selbst vulkanischen Ursprungs. Das ganze Gebiet ist auch heute noch vulkanisch aktiv, da die Grenze zwischen der Eurasischen und der Amerikanischen Kontinentalplatte hier verläuft.

Der Mückensee entstand vor etwa 3500 Jahren bei einem Ausbruch des Schildvulkans Ketildyngja. Die ausströmende Lava – sie wird als Ältere Laxá-Lava bezeichnet – bildete einen Damm, der den Abfluß des Myvatnbeckens verschloß. Das Wasser staute sich und bildete die Urform des Mückensees. Vor 2000 Jahren kam es zu einem weiteren großen Vulkanausbruch.

Der See hat seinen Namen von den im Sommer teilweise sehr großen Mückenschwärmen, die jedoch Grundlage für den großen Fischreichtum und die einmalig große und vielfältige Entenpopulation sind. Es handelt sich dabei überwiegend um harmlose Zuckmücken, die nicht stechen, aber auch etwas lästigere Kriebelmücken kommen vor. Es gibt im Sommer zwei Perioden von je etwa zwei Wochen in denen sie regelrechte schwarze Säulen am Ufer des Sees bilden.

Die große Zahl an verschiedensten Entenarten machen ihn auch zu einem Mekka für Ornithologen. Die Ursache für die zahlreichen Insekten und für die sich von ihnen ernährenden Vögel ist, dass der Mývatn einerseits sehr flach ist und andererseits unterirdisch von heißen Quellen gespeist wird. Darum friert er im Winter auch nur teilweise zu.

Island: Námaskarð

Island: Námaskarð

Námaskarð

Der Námaskarð ist ein Pass über den isländischen Berg Námafjall (Bergwerksberg). Der Name stammt von der Schwefelgewinnung, die hier bis Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgte. Der Schwefel wurde von Húsavík verschifft.

Námaskarð (manchmal auch als Hverir bezeichnet) wird auch das Geothermalfeld auf der Ostseite des Berges genannt. Es gehört zur geothermisch aktiven Zone des Mývatn-Sees im Norden Islands. Das Gebiet zeichnet sich aus durch eine Vielzahl unterschiedlicher Thermalquellen wie Fumarolen und Solfataren. Etwa acht Kilometer nördlich befindet sich der Vulkan Krafla.

Man steht hier wortwörtlich auf heißem Boden. An allen möglichen Stellen verdampft Wasser, der Boden ist warm und wenn man nur 10 cm tief gräbt, wird es richtig heiß.

Schwefel bindet sich mit Wasser zu einer schwefeligen Säure, die den Kalk aus dem Boden auflöst. Aus dieser Brühe steigen immer wieder große Blasen auf, mit denen der Schlamm umherspritzt.

Ein warlich höllischer Anblick! Es riecht extrem stark nach Schwefelwasserstoff.

Island: Ásbyrgi

Island: Ásbyrgi

Ásbyrgi

Die hufeisenförmige Schlucht Ásbyrgi (sprich Ausbyrgi) ist Teil des Jökulsárgljúfur-Nationalparks in Nordisland. Einst floss hier die Jökulsá á Fjöllum. Diese hat sich inzwischen weiter östlich ein Bett gegraben.

Am Ende der 3,5 km langen Schlucht findet man einen kleinen See mit üppiger Entenpopulation. Er wird von einem Rinnsal gespeißt, das zumindest im Sommer fast unmerklich von der Steinwand Ásbyrgis tropft. Ein Überbleibsel der Jökulsá á Fjöllum, die einst dort floss.

Außerdem existiert hier ein für Island eher seltenes Birkenwäldchen mit Bäumen, die teilweise über drei Meter hoch reichen. Diese konnten sich aufgrund der geschützten Lage im Inneren der Schlucht sehr gut entwickeln. Dies macht Ásbyrgi auch zu einem Anziehungspunkt für Isländer, da diese gerne bewaldete Urlaubsgebiete besuchen.

Es ist möglich auf einer kleinen Straße mit dem Auto bis zum Ende der Schlucht zu fahren. Die Straße ist zwar nur einspurig, aber aufgrund vieler „Ausweichbuchten“ ist auch Gegenverkehr kein Problem. Die Straße endet an einem Parkplatz von dem der Teich nur wenige Meter entfernt ist.

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