Browsed by
Monat: September 2007

Paris: Jardins du Trocadéro

Paris: Jardins du Trocadéro

Jardins du Trocadéro

Die Jardins du Trocadéro sind zwei Grünanlagen am Hügel von Chaillot. Die Gärten liegen am rechten Seineufer, von dem sie nur die Avenue des Nations Unies trennt. Im Norden werden sie durch die beiden viertelkreisförmigen Flügel des Palais du Chaillot begrenzt, zwischen denen eine beliebte Aussichtsplattform einen schönen Blick über einen Teil der Rive Gauche bietet.

Die imposanten Treppen der Anlage führen vom Place du Trocadéro et du 11 Novembre hinunter zur Seinebrücke „Pont d’Iéna“. Sie sind Ausgangspunkt der imposanten Perspektive, die jenseits der Seine über den Eiffelturm und die Grünfläche des Champ de Mars führt und ihren Abschluss an der École Militaire (Militärschule) findet.

Die Gärten sind vereinzelt mit Skulpturen versehen die zum größten Teil aus den 30er Jahren stammen. So zum Beispiel die Skulpturen Homme von Traverse und Femme von Bacqué, die über den Becken erheben. Man kann dort auch seltene Überreste der Stadtgeschichte finden: eine obere Ecke des Hôtel de Ville aus dem 16. Jahrhundert, sowie einen Teil der Fassade des Palais des Tuileries.

Die 93.930 m² große Anlage ist in mehrere Terrassen unterteilt. Auf der zentralen Terrasse, befindet sich die Fontäne von Warschau, an der 20 Wasserkanonen ein Volumen von 8.240 m³ in die Höhe schießen und dabei 56 Fontänen bilden. Das Wasser fließt daraufhin über seitliche Treppen in ein längliches Becken, dass bis an den Fuß des Hangs reicht. Die Fontänen werden Abends von einem beeindruckenden Lichtspiel hervorgehoben.

Toca

Paris: Basilique du Sacré-Cœur

Paris: Basilique du Sacré-Cœur

Basilique du Sacré-Cœur

Die Basilique du Sacré-Cœur (Basilika vom Heiligen Herzen) ist eine römisch-katholische Wallfahrtskirche, auf dem Hügel von Montmartre in Paris und bildet den höchstgelegenen Punkt (von 203m) der Stadt nach dem Eiffelturm.

Die Kirche im „Zuckerbäckerstil“ wurde im 19. Jahrhundert vom Architekten Paul Abadie begonnen, der sich in einem Wettbewerb gegen 78 Mitbewerber durchgesetzt hatte und dessen Entwurf deutlich durch die Architektur römisch-byzantinischer Kirchen wie der Hagia Sophia und des Markusdoms in Venedig inspiriert wurde.

Die 40 Millionen Francs, die der Bau letztendlich verschlang, wurden teilweise durch Spenden aufgebracht (die Namen der Spender meißelte man in den Stein des Neubaus), und 1914 wurde die Basilika Sacré-Cœur schließlich fertiggestellt. Die Weihe fand erst am 16. Oktober 1919, also nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, statt.

Heute ist Sacré-Cœur eine der von Touristen meistbesuchten Sehenswürdigkeiten von Paris. Durch die erhöhte Lage sind insbesondere die Treppen vor dem Gebäude bei allen beliebt, die die Aussicht über die Stadt genießen möchten.

Leider ist deshalb auch die Anzahl der aufdringlichen Straßenhändler, Postkartenverkäufer und Taschendiebe im Umfeld der Kirche besonders groß. Alternativ kann man auch mit dem Funiculaire de Montmartre, einer Standseilbahn, zur Basilika gelangen.

Paris: Kathedrale Notre-Dame

Paris: Kathedrale Notre-Dame

Kathedrale Notre-Dame

Die Kathedrale Notre-Dame de Paris (Jungfrau Maria von Paris) in Paris ist eine der frühesten gotischen Kathedralen Frankreichs. Ihre majestätische Silhouette erhebt sich im Zentrum der Stadt auf der Ostspitze der Seineinsel Île de la Cité.

Die beiden Türme sind 69 Meter hoch, der Dachreiter 90 Meter. Das Kirchenschiff ist im Inneren 130 Meter lang, 48 Meter breit und 35 Meter hoch. Bis zu 10.000 Personen finden in der Kirche Platz.

Notre Dame ist die letzte große frühgotische Kathedrale Frankreichs und zugleich die letzte und größte Emporenkirche. Sie misst in der Länge knapp 130 Meter, das Mittelschiff erreicht 32,5 Meter Höhe. Der Blick nach Osten in den Chor zeigt aber nicht das Originalbild des 12. Jhs., denn damals, als der Original-Chor 1182 vollendet wurde, gab es noch kein Maßwerk. Auch der Innenraum hat durchgreifende Änderungen erfahren. Er hatte anfangs nicht mal ein Gewölbe.

Victor Hugo (1802-1885) schrieb 1831 einen historischen Roman Notre-Dame de Paris, dessen Kernhandlung unter dem deutschen Titel „Der Glöckner von Notre-Dame“ und den diversen entsprechenden Filmen bekannt geworden ist. Der unglückliche, verkrüppelte Held Quasimodo hat das Treiben auf der Straße von oben aus beobachtet.

Paris: Moulin Rouge

Paris: Moulin Rouge

Moulin Rouge

Das Moulin Rouge (frz. Rote Mühle) ist ein Varieté im Pariser Viertel Montmartre am Place Blanche. Der Name geht auf die bekannte Nachbildung einer roten Mühle auf dem Dach zurück.

Zunächst wurde das Moulin Rouge für Bälle genutzt, bei denen Tänzerinnen vor allem den Cancan und Chahut tanzten. Viele dieser Namen wurden nicht zuletzt durch die Werbeplakate von Henri de Toulouse-Lautrec und deren zahlreiche Nachdrucke sehr bekannt.

Später wurden im Moulin Rouge Operetten und Revuen aufgeführt. Auch als Kino wurde es manchmal genutzt. Seit 1955 werden so genannte dinner-spectacles aufgeführt.

Nach einer finanziellen Krise Mitte der 1990er Jahre konnte das Haus ab ca. 2000 wieder Erfolge verzeichnen, wozu ab 2001 auch der bekannte Kinofilm Moulin Rouge! beitrug. Das Haus hat 850 Sitzplätze und wurde im Jahr 2000 von rund 420.000 Gästen besucht.

Paris: École Militaire

Paris: École Militaire

École Militaire

Die École Militaire ist eine 1751 in Paris gegründete Militärschule, die auf Initiative von Madame de Pompadour und mit Unterstützung von König Ludwig XV. auf dem linken Seineufer in der Ebene von Grenelle unweit des Hôtel des Invalides entstand.

Man begann bezeichnenderweise mit der Kapelle, die Hauptgebäude folgten erst 1768-72. Diese Anlage kennzeichnet den Höhepunkt des sog. „Großen Stils“ von Gabriel. Das andere große Dokument dieses Stils ist der Place de la Concorde auf der anderen Seine-Seite.

Bei dieser Militärakademie ist vor allem der mittlere Pavillon mit seinen jeweils vier korinthischen Säulen auf jeder Seite auffallend, die zusammen mit dem mächtigen Dreiecksgiebel eine antike Tempelfassade nachahmen. Insgesamt deutet sich hier aber schon eine gewisse Strenge an, ein zunehmender Verzicht auf Dekorationen.

Die Schule, ursprünglich für die Ausbildung von Söhnen verarmter Adelsfamilien zu vollendeten Offizieren vorgesehen, nahm später auch bürgerliche Zöglinge und 1784 ihren berühmtesten Schüler auf, den jungen Napoléon Bonaparte.

Paris: La Madeleine

Paris: La Madeleine

La Madeleine

Die Kirche La Madeleine (Sainte-Marie-Madeleine, deutsch St. Maria Magdalena) gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Paris. Sie befindet sich ca. 400 m nordöstlich der Place de la Concorde und ca. 500 m südwestlich der Opéra Garnier.

Die Baugestalt der Madeleine-Kirche ist für ein christliches Gotteshaus sehr ungewöhnlich. Dies erklärt sich aus der langen Baugeschichte mit dem Wechsel der Nutzungsabsichten. Während der Aussenbau sich am Modell des römischen Tempels orientiert, ist das Innere mit seinen drei aufeinander folgenden Kuppeln den Haupträumen römischer Thermen nachgebildet.

Der klassistizistische Entwurf des Architekten Vignon (1763–1823) für diese Ruhmeshalle ähnelt mit seinen mit 52 korinthischen Säulen einem antik-römischen Podiumstempel. Nach dem Russlandfeldzug 1812 rückte Napoleon allerdings von seinem Plan einer Ruhmeshalle ab und kehrte zum ursprünglichen Projekt einer Kirche zurück.

Die Pariser Oper, deren offizieller Name Opéra National de Paris lautet, und ihre Vorgängerinstitute spielen durch stilprägende Uraufführungen eine bedeutende Rolle in der Operngeschichte.

Paris: Louvre

Paris: Louvre

Louvre

Die frühere französische Königsresidenz Louvre in Paris ist heute das bekannteste und mit 8 Mill. Besuchern jährlich weltweit größte, nach Ausstellungsfläche weltweit (nach dem Metropolitan Museum New York und der St. Petersburger Eremitage) das drittgrößte Museum.

Der ehemalige Staatspräsident François Mitterrand ließ in den 1980er Jahren den Louvre generalüberholen. Dabei standen nicht so sehr äußere Veränderungen im Vordergrund, als eine Umgestaltung der Ausstellungsräume und der meist unterirdischen Forschungseinrichtungen und Labors. In diesem Rahmen wurde unter anderem die Galerie d’Apollon restauriert und die Glaspyramide geschaffen.

Die Sammlung des Museums umfasst über 300.000 Exponate in sieben Abteilungen, die auf einer Fläche von über 60.000 m² präsentiert werden. Damit ist der Louvre das größte Museum der Welt. Jährlich wird das Museum von über 5 Millionen Menschen besucht. Die Kunstsammlungen des Louvre sind aber auch qualitativ einzigartig: Dicht gedrängt werden Höhepunkte von 2.500 Jahren europäischer Kulturgeschichte ausgestellt.

Berühmte Werke im Louvre: Venus von Milo, Das Floß der Medusa – Théodore Géricault, Mona Lisa – Leonardo Da Vinci.

Paris: Invalidendom

Paris: Invalidendom

Invalidendom

Der Invalidendom, dessen offizielle aber selten benutzte Bezeichnung Chapelle Royale des Invalides lautet, ist eine in den Jahren 1679 bis 1708 von Jules Hardouin-Mansart erbaute barock-klassizistische Kuppelkirche. Er ist, so wie die benachbarte Soldatenkirche St. Louis-des-Invalides Teil des von König Louis XIV. zur Aufnahme und Versorgung von Kriegsversehrten in Auftrag gegebenen Hôtel des Invalides (Invalidenheim).

Bei der Planung dieser Anlage ergab sich ein besonders schwieriges Problem darin, dass man natürlich zur religiösen Unterstreichung des militärischen Ruhmes nicht nur eine Kirche brauchte, sondern eigentlich zwei – eine für die Bewohner und eine für die Besucher.

Das Hôtel Royal des Invalides sollte nicht nur eine Art Alten- und Erholungsheim werden, sondern Ludwig XIV. hatte Größeres im Sinn. Hier sollte eine Heldengedenkstätte entstehen und die dazugehörige Kirche musste entsprechende Ausmaße haben, um u.a. auch größere Besuchergruppen aufnehmen zu können.

1840 erhielten die Franzosen nach langwierigen Verhandlungen mit England schließlich die Erlaubnis, den Leichnam Napoléons von St. Helena nach Frankreich zu überführen und im Invalidendom beizusetzen. Dieser bekannteste Teil der Innenausstattung kam erst am 15. Dezember 1840, 19 Jahre nach seinem Tod auf St. Helena. Es war Napoleons ausdrücklicher Wille „an den Ufern der Seine“ bestattet zu werden.

Paris: Eiffelturm

Paris: Eiffelturm

Eiffelturm

Der Eiffelturm ist das Wahrzeichen von Paris und steht weltweit als Symbol für Frankreich. Der Stahlfachwerkturm ist nach seinem Erbauer Alexandre Gustave Eiffel benannt und liegt an der gleichnamigen Avenue im Parc du Champs de Mars direkt an der Seine.

Der 10.000 Tonnen schwere Turm ist 300 Meter hoch, – einschließlich Fernsehantenne sogar 327 Meter. Er ist eine der größten Touristenattraktionen mit mehr als sechs Millionen Besuchern jährlich. Im Jahr 2002 wurde der insgesamt 200-millionste Besucher empfangen.

Der Turm wurde zwischen 1887 und 1889 von Eiffels Firma, der Gustave Eiffel & Cie, für die Weltausstellung anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Französischen Revolution erbaut. 3.000 Metallarbeiter fügten in nur 26 Monaten 18.038 vorgefertigte Einzelteile aus Eisen mit 2,5 Millionen Nieten zusammen. In Anbetracht der damaligen Sicherheitsstandards ist es erstaunlich, dass es während des Baus keine Todesfälle unter den Arbeitern gab.

Zunächst stieß der Eiffelturm auf Widerstand in der Pariser Bevölkerung, die ihn für einen Schandfleck hielten. Ursprünglich hatte Eiffel nur die Genehmigung, den Turm für zwanzig Jahre stehen zu lassen. Er sollte also 1909 wieder abgerissen werden. Als er sich aufgrund seiner Höhe jedoch als wertvoll für die Kommunikation herausstellte und die ersten transatlantischen Funkverbindungen des neuen Jahrhunderts ermöglichte, durfte er weiterhin stehen bleiben.

Für die Öffentlichkeit zugängliche Plattformen befinden sich auf 57, 115 sowie 276 Meter Höhe.

Eiffelturm2

Paris: Place de la Concorde

Paris: Place de la Concorde

Place de la Concorde

Die Place de la Concorde (deutsch „Platz der Eintracht“) ist der größte Platz von Paris. Von ihr zweigt die Avenue des Champs-Élysées bis zum Arc de Triomphe ab. Nach der Place des Quinconces in Bordeaux ist sie der zweitgrößte Platz Frankreichs.

Markant ist der 1836 aufgestellte Obelisk von Luxor, der in der Platzmitte steht. Er war ein Geschenk des ägyptischen Vizekönigs Muhammad Ali an Frankreich als Anerkennung der Leistungen von Jean-François Champollion.

Die Meeres- und die Fluss-Fontäne flankieren den Obelisk. Der Platz wird dadurch dem Geist der französischen Schifffahrt zu Meere und auf den Flüssen gewidmet. Dies korrespondiert mit der Aufgabe des einen Gabriel-Gebäudes, dem Marineministerium; das zunächst für die Garde-Meuble des Königs verwandt worden war.

Geschaffen wurde der Platz zwischen 1755 und 1775 von Jacques-Ange Gabriel unter der Bezeichnung Place Louis XV als sogenannter „Königlicher Platz“, um einer von Edmé Bouchardon realisierten Reiterstatue Ludwigs XV. einen würdigen Rahmen zu geben. Während der Revolution wurde diese Statue jedoch umgeworfen und zerstört. Die Place Louis XV war achteckig angelegt und von einem Graben umgeben.