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Monat: März 2010

Schweiz: Graubünden: Oberalp

Schweiz: Graubünden: Oberalp

Oberalp

Der Oberalppass (rätorom. Alpsu) verbindet die beiden Schweizer Ortschaften Sedrun in der Surselva im Kanton Graubünden mit Andermatt im Urserental im Kanton Uri.

Die Passhöhe liegt auf 2’044 m ü. M. Die Matterhorn-Gotthard-Bahn überquert die Passhöhe und ist damit eine der wenigen Bahnstrecken der Schweiz, die auf einer solchen Höhe ohne längeren Tunnel auskommt. Die Hauptstrasse 19, die über die Passhöhe führt, wird im Winter nicht offen gehalten.

Unmittelbar an der Passhöhe liegt der leicht angestaute Oberalpsee. Unweit des Oberalppasses liegt der Lai da Tuma (Tomasee) auf 2345 m. Er gilt als die Quelle des Rheins. Der Abfluss aus dem See heisst Rein da Tuma. Aus diesem und einigen anderen Zuflüssen wird wenig später der Vorderrhein.

Hinter der Passhöhe beginnt die Steilstufe zum ersten Talboden von Tschamutt, nach weiteren Stufen folgen die Becken von Selva, Tavetsch, Surselva und Oberland. Im Norden führt das Val Strem, im Süden das Medelsertal zu alpinen Querpässen, letzteres über eine Autostrasse (Lukmanierpass).

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Schweiz: Graubünden: Tschamut

Schweiz: Graubünden: Tschamut

Tschamut

Tschamut liegt nur wenig unter der Oberalp-Passhöhe und ist einer der höchsten dauerbewohnten Orte im Bündnerland. Tschamut ist das Dorf, das am weitesten im Westen des Kantons Graubünden liegt.

Im 12 Jh. sind über Furka und Oberalp Walser in die Cadi, wie der oberste Teil der Surselva auch genannt wird, eingewandert. Sie sind von der rätoromanischen Bevölkerung assimiliert worden, zahlreiche Orts- und Familiennamen erinnern aber noch an diese „Invasion“.

In den Seitentälern findet der Wanderer eine reiche und interessante Gebirgsflora (Purpurenzian, Alpenrosenfelder). Im Nachbarort Milez kommen auch Wintersportler auf ihre Rechnung.

Der oberste Teil des Tales wurde durch eingewanderte Walser besiedelt und erschlossen. Der Name Z’mut ‚auf dem Hügel‘ zeugt von dieser Herkunft. Durch das Kloster Disentis bekamen die Einwohner von Tschamut das Privileg einer eigenen Alp, der Alp Tschamut. Erst im Jahr 1866, nach langen und zähen Verhandlungen, schlossen sich die Tschamutter dem übrigen Tal an.

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Schweiz: Graubünden: Rueras

Schweiz: Graubünden: Rueras

Rueras

Rueras ist ein gemütliches Feriendörfchen an der Oberalp-Passstrasse. Unweit von Sedrun steht in der Umgebung die ganzen touristischen Möglichkeiten der Surselva – von Wandern über Gleitschirmfliegen bis Thermalbad und Snowboardparadies – zur Verfügung.

Jahrelang lebte die Bergbevölkerung von der Landwirtschaft. Eine grosse Veränderung brachten der Bau der Stauseen und die Nutzung der Wasserkraft in den sechziger Jahren. Die reichlich fliessenden Wasserzinsen ermöglichten die Verbesserung der Infrastruktur und die Einführung des Wintertourismus.

Im Winter lockt ein weitläufiges Skigebiet die Gäste aus Nah und Fern. Im Sommer bestehen zahlreiche Möglichkeiten für einfache aber auch anspruchsvolle Bergwanderungen. Die wunderschöne Landschaft ist unser Reichtum.

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Schweiz: Graubünden: Sedrun

Schweiz: Graubünden: Sedrun

Sedrun

Sedrun gehört zur Ferienregion Disentis-Sedrun. In der Nähe entspringt der Rhein. Hier besticht das Schöne durch Einfachheit, Alpwiesen sind unberührt und die Menschen sind gastfreundlich.

Die Gegend liegt am Fusse des Oberalppasses, nicht viel weiter als ein Steinwurf vom vorbeirauschenden Jungrhein entfernt. Hier wird neben Deutsch aus dem lateinisch stammende Rätoromanisch gesprochen.

Das Dorf Sedrun/Selva ist das ganze Jahr hindurch mit dem Auto oder mit der Bahn (Station Tschamut) erreichbar. Selva, das Dorf inmitten einer imposanten Bergwelt und Schneesportregion.

In Sedrun und Andermatt, der Gotthard Oberalp Arena, warten 130 km präparierte und teilweise beschneite Pisten auf die Wintersportler. Vor allem Familien fühlen sich auf den breiten Pisten wohl und die Snowboarder kommen im Funpark und der Halfpipe voll auf ihre Kosten. Viel Spass verspricht auch die 3.5 km lange Schlittelbahn im Schneesportgebiet Sedrun.

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Schweiz: Graubünden: Medel

Schweiz: Graubünden: Medel

Medel

Medel (Lucmagn) ist eine politische Gemeinde im Kreis Disentis im Bezirk Surselva des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Der Heilige Martin ist Patron der Pfarrkirche und war auch schon im Gemeindesiegel abgebildet.

Die Gemeinde umfasst alle Ortschaften im Val Medel, dem Tal zwischen Disentis und dem Lukmanierpass. Ihre Südgrenze ist gleichzeitig die Kantonsgrenze zwischen Graubünden und dem Tessin. Medel umfasst daher zahlreiche Dörfer, Weiler und Einzelsiedlungen.

Ende 2009 lebten ca. 500 Bewohnern in Medel. Die Bevölkerung spricht grossmehrheitlich Sursilvan und ist katholisch. Einige Weiler wurden wahrscheinlich im 14./15. Jahrhundert von deutschsprachigen Walsern besiedelt.

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Schweiz: Graubünden: Disentis

Schweiz: Graubünden: Disentis

Disentis3

Disentis/Mustér liegt im Zentrum des Disentiser Beckens. Dieses breite Becken war ursprünglich eine durch den Zusammenstoss von Vorderrhein- und Medelsergletscher übertiefte Felswanne, die alsdann durch den Vorder- und Mittelrhein aufgeschottert wurde. Die Siedlung bildete sich an der Vereinigung dieser Flüsse und an der Wegscheide der Pässe Lukmanier und Oberalp.

Das Kloster Disentis ist eine Benediktinerabtei in Disentis im Kanton Graubünden, die um das Jahr 720 gegründet wurde. Sie trägt den Namen des Heiligen Martin und präsentiert sich heute im Zustand des späten 17. Jahrhunderts. Die zweitürmige Kirche wurde zwischen 1696 und 1712 im Vorarlberger Barock erbaut.

Disentis hat seit je her zentrale Bedeutung und ist heute Bezirkshauptort mit allen zentralen Diensten, Gewerbezentum, Verkehrsknoten der Postauto-Linien und der hier endenden Rhätischen Bahn und beginnenden Furka-Oberalp-Bahn sowie Badekurort

Die Klosterschule Disentis wurde erstmals 1285 dokumentarisch erwähnt. Im 19. Jahrhundert wurde sie ein Gymnasium und seit 1936 können Maturitätsprüfungen abgelegt werden. An der Klosterschule werden heute rund 200 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Rund ein Drittel davon lebt im Internat.

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