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Monat: November 2016

Neuseeland: Nordinsel: Napier

Neuseeland: Nordinsel: Napier

Napier

Napier ist eine Hafenstadt und eine eigenständige Gebietskörperschaft auf der Nordinsel. Zusammen mit der rund zehn Kilometer südlich gelegenen Stadt Hastings bilden beide Städte den fünftgrößten Ballungsraum Neuseelands, der im Englischen oft als „the Twin Cities“ bezeichnet wird. Im Februar 1854 machte Alfred Domett, der seinerzeit Magistrat der Provinz Hawke’s Bay war, den Vorschlag, die neu gegründete Stadt nach dem britischen General Charles James Napier zu benennen und entsprechend andere Ort der Region ebenfalls nach Prominenten Persönlichkeiten, die sich um die Britische Ostindien-Kompanie Verdienst gemacht haben.

Von Architektur-Interessierten wird Napier als die am besten erhaltene Art déco Stadt angesehen. Obwohl einige der einzigartigen Gebäude in den 1960er bis 1980er Jahren durch Neubauten ersetzt wurden, ist der Großteil des Stadtzentrums, der seit den 1990er Jahren unter Denkmalschutz steht, fast vollständig erhalten.

Die mittleren Tagestemperaturen liegen im Sommer bei 24 Grad und drüber, sowie im Winter um die 6 Grad und dies bei einer Sonnenscheindauer von um die 2100 Stunden pro Jahr. Entsprechend regenarm ist die Gegend von Napier City und bringt es auf lediglich 800?mm Niederschlag pro Jahr.

Napier wird aufgrund seiner einzigartigen Architektur und seinem angenehmen Klima von immer mehr Touristen besucht. Direkt am Meer verläuft die „Marine Parade“, eine reizvolle Uferpromenade. Hier befinden sich mehrere Attraktionen für Besucher, wie die gepflegten Gartenanlagen von „Sunken Gardens“, ein Kleingolfplatz sowie eine Rollschuhbahn. Ein beliebtes Fotomotiv ist die Statue der Pania, der in der polynesischen Mythologie eine große Rolle zugemessen wird.

Neuseeland: Südinsel: Nelson City

Neuseeland: Südinsel: Nelson City

Nelson

Nelson City liegt im Norden der Südinsel an der Tasman Bay. Die Bucht bildet die nordwestliche Grenze des Stadtgebietes. Im Südwesten der Stadt schließt sich der Tasman District an und im Südosten und Osten der Marlborough District. Nelson City wird gerne als der geographische Mittelpunkt Neuseelands bezeichnet. Dieser soll auf dem 147 m hohen Botanical Hill im Zentrum der Stadt liegen. Der wahre geographische Mittelpunkt liegt tatsächlich in der Nähe von Tapawera, rund 40 km südwestlich von Nelson.

Nelson City liegt in der Zone südwestlich vorherrschender Winde. Geschützte durch westlich liegenden Berglandschaften, die sich von den Tasman Mountains aus nach Süden erstrecken, liegen die Niederschläge in der Region Nelson zwischen 1000 und 1250 mm pro Jahr. Nelson gehört damit zu den sonnenreichsten Gegenden Neuseelands.

Die im Art-déco?-Stil erbaute anglikanische Christ Church Cathedral, die mit einer großen Freitreppe versehen ist, befindet sich im Zentrum der Stadt. In der Nähe der Kathedrale liegt eine restaurierte Häuserzeile mit Arbeiterunterkünften aus dem 19. Jh.

Nelson ist in den Sommermonaten ein touristischer Anziehungspunkt und dient als Ausgangspunkt für Besuche der benachbarten Nationalparks. Eine der Attraktionen der Stadt ist die 2001 eröffnete Galerie World of WearableArt mit angeschlossenem Automuseum, wo die jährlichen Preisträger unkonventioneller Modekleidung und klassische Autos ausstellen. Die beiden ebenfalls jährlich stattfindenden Arts Festival und Jazz Festival sind eine weitere Attraktion der Stadt.

Nelson ist Ausgangspunkt für Wanderungen im Abel Tasman NP.

Neuseeland Südinsel: Picton

Neuseeland Südinsel: Picton

Picton

Picton befindet sich am Endpunkt eines langen Fjords, dem Queen Charlotte Sound, rund 25 km nördlich von Blenheim. Die Stadt dient als Fährhafen der von Wellington über die Cook Strait reichenden Verbindungsstrecke zwischen der Nord- und Südinsel Neuseelands.

Picton ist Endstation des South Island Main Trunk Railway, dessen Schienennetz sich über die ganze Südinsel bis nach Invercargill erstreckt und auf dem bis nach Christchurch der Personenzug TranzCoastal verkehrt. Im Jahre 2000 wurde der Hafen Picton um die Waimahara Wharf in der direkt angrenzenden Shakespeare Bay erweitert.

Picton ist Ausgangspunkt für Fahrten in die Marlborough Sounds. Sehenswürdigkeiten von Picton sind der im Hafen liegende Dreimaster Edwin Fox sowie ein kleines den Walen (mit Informationen zum Walfang) gewidmetes Museum.

Wer von der Nord- auf die Südinsel möchte hat mit einem Auto nur eine Option: Die Fähre über die Cook Strait zwischen Wellington und Picton. Die ca. 90 km lange Überfahrt dauert etwa 3 Stunden, mehrmals täglich verkehren die Fähren von Interislander und Bluebridge.

Eine schöne Wanderung in Picton ist der Snout Track.

Picton ist auch Ausgangspunkt für den Queen Charlotte Track (Etappe 1, Etappe 2, Etappe 3).

Neuseeland: Nordinsel: Wellington

Neuseeland: Nordinsel: Wellington

Wellington

Wellington ist die Hauptstadt von Neuseeland und nach Auckland der zweitgrößte Ballungsraum des Landes. Wellington befindet sich an der Südspitze der neuseeländischen Nordinsel und hat ca. 200.000 Einwohner. Das Gebiet in und um Wellington stellt das politische und kulturelle Zentrum des Landes dar und ist Mittelpunkt der neuseeländischen Film- und Theaterindustrie. Der Rang als Kulturhauptstadt Neuseelands ist jedoch durch das in diesem Bereich aufstrebende Auckland bedroht. Bekanntheit erlangte Wellington auch für seine malerische Lage zwischen Naturhafen und grünen Hügellandschaften, die in die hügeligen Vororte eingebettet sind und in denen man noch viele Villen im Kolonialstil vorfindet.

Ein äußerst beliebter Treffpunkt in der Nähe des Nationalmuseums Te Papa Tongarewa ist die Oriental Bay, deren Strand mitten im Stadtgebiet zum Baden einlädt. Der Stadtteil Te Aro besitzt das größte Vergnügungsviertel Neuseelands. Hier befinden sich fünf große Kinokomplexe und unzählige Bars, Clubs und Cafés.

Bekannte Sehenswürdigkeiten sind das ältere neuseeländischen Parlamentsgebäude und das 1979 fertiggestellte Regierungsgebäude, Beehive (Bienenstock) genannt, in dem der Prime Minister und die Minister des Kabinetts ihre Büros haben und das Kabinett tagt. Wellington kann eine breitgefächerte Museumslandschaft vorweisen, die sich vom mehrfach ausgezeichneten, 1998 eröffneten Nationalmuseum Te Papa Tongarewa über die National Library of New Zealand, das Hyde Park Museum, das sich mit der Geschichte der Stadt beschäftigt, das Museum of Wellington City & Sea, das die maritimen Ursprünge der Stadt beleuchtet, sowie viele weitere bis hin zum Film Centre erstreckt.

Die Stadt ist das Zentrum der neuseeländischen Filmindustrie. In Anlehnung an Hollywood, den wichtigsten Standort der amerikanischen Filmindustrie, wird Wellington inzwischen oft als Wellywood bezeichnet. Diesen Spitznamen trägt die Stadt seit der Weltpremiere von Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs im Jahr 2003.Fast 2000 Computerfirmen, darunter internationale Größen wie Hewlett-Packard oder IBM, haben einen Standort in der Region, die über 11.000 Menschen beschäftigen, dies sind 23 % aller Angestellten im neuseeländischen IT-Sektor.

Neuseeland: Nordinsel: Taupo

Neuseeland: Nordinsel: Taupo

Taupo

Taupo ist eine ca. 22.000 Einwohner zählende Stadt im Zentrum der Nordinsel. Der Name Taupo stammt aus der Sprache der Maori und soll eine Abkürzung von Tapuaeharuru sein, welches am ehesten mit klingende Schritte übersetzt werden kann. Grund hierfür dürften die vielen unterirdischen Hohlräume gewesen sein. Andere Quellen sprechen von Taupo-nui-a-Tia (Der große Umhang des Tia).

Der wunderschöne Lake Taupo ist eigentlich ein riesiger Vulkan mit einer feurigen Geschichte. Sein letzter Ausbruch erfolgte im Jahr 181 AD und hatte ein so großes Ausmaß, dass er den Himmel in Europa und China veränderte. Einer Maori-Legende zufolge ist der See das pulsierende Herz der Nordinsel.

Wichtigster Wirtschaftszweig der Stadt ist der Tourismus. Hier gilt als besonders beliebtes Ausflugsziel der Lake Taupo, der zu den verschiedensten Freizeitbetätigungen, wie zum Beispiel zum Segeln, Wasserski, Fallschirmspringen, Fischen oder ähnlichem einlädt. Des Weiteren ziehen die Huka Falls viel Touristen an. Ein Wasserkraftwerk am Waikato River, sowie ein Geothermalkraftwerk dienen der Stromerzeugung.

Die Region Lake Taupo ist das Zentrum für Abenteuer und Outdoor-Aktivitäten auf der Nordinsel von Neuseeland. In Taupo wird seit 1999 jährlich im Februar (oder März) der Ironman New Zealand ausgetragen. Bei diesem Triathlon über die Ironman-Distanz sind für die Athleten 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren, 42,195 km Laufen zu bewältigen.

Taupo ist Ausgangspunkt für eine der schönsten Wanderungen überhaupt: Tongariro Crossing.

Neuseeland: Nordinsel: Rotorua

Neuseeland: Nordinsel: Rotorua

Rotorua

Rotorua ist ein Kurort in der Mitte der Nordinsel und hat ca. 50.000 Einwohner. Er liegt in der Region Bay of Plenty und ist Verwaltungssitz des Distrikts Rotorua Lakes.

Rotorua liegt in der Mitte des vulkanischen Streifens auf Neuseelands Nordinsel. Die Stadt ist bekannt für ihre natürlichen Hot Pools, Geysire, Krater – und den Geruch von Schwefel. Wenn es um Rotorua herum „qualmt“, muss man sich zumeist nicht sorgen. Es ist nur Wasserdampf. Durch die hohe thermale Aktivität werden die meisten Häuser Rotoruas durch Erdwärme geheizt.

Der Ortsname Rotorua hat seinen Ursprung in der Sprache der Maori, setzt sich aus den Worten rotu (= See) und rua (= zwei) zusammen und bedeutet frei übersetzt also „Zweiter See“. In den 1860er Jahren war die Gegend ein bedeutender Schauplatz der Neuseelandkriege. Zwanzig Jahre später wurde das Gebiet um Rotorua zu einem „special town district“, einem besonderen Stadt-Distrikt, ausgerufen, um Rotoruas Potential als Kurort zu privilegieren.

Der mit Abstand wichtigste Wirtschaftszweig ist der Tourismus. Gegenwärtig sind der Pohutu Geysir, die Thermalfelder von Whakarewarewa nahe der Stadt und die einzige Schnitz- und Kunstakademie der Maori die wichtigsten Attraktionen. Außerdem besitzt auch der botanische Garten eine gewisse Bekanntheit. Auch das früher sowohl von M?ori als auch von Europäern gegründete Te Wairoa, eine kleine Ortschaft unweit Rotoruas, das bis 1886 als Ausgangspunkt zu den White and Pink Terraces diente, wird heutzutage immer öfter besucht. In dem wieder ausgegrabenen Dorf wurde ein Museum zur Geschichte der Siedlung eingerichtet.

Neuseeland: Nordinsel: Whangarei

Neuseeland: Nordinsel: Whangarei

Whangarei

Whangarei liegt in der Region Northland im Norden der Nordinsel. Sie ist Verwaltungssitz der Region und des Whangarei Districts. Administrativ gesehen ist Whangarei seit der Verwaltungsreform 1989 keine richtige Stadt mehr, weil in diesem Jahr die Verwaltungen von Stadt und Umland zum Whangarei District zusammengefasst wurden. Trotzdem wird Whangarei auf Grund seiner Größe allgemein als „Stadt“ bezeichnet.

Whangarei liegt rund 130?km nördlich von Auckland direkt am Whangarei Harbour, einem Naturhafen mit Zugang über die Bream Bay zum Pazifischen Ozean. Die Stadt, durch die der von Nord nach Süd verlaufenden New Zealand State Highway 1 führt, hat ca. 45.000 Einwohner.

Whangarei erstreckt sich zwischen zwei über 200 m hohen Bergen liegend über rund zwölf Kilometer in Nord-Süd-Richtung und an seiner schmalsten Stelle lediglich einen Kilometer in Ost-West-Richtung. Nördlich und südlich davon dehnt sich die Stadt auf bis zu fünf Kilometer aus. Östlich der Stadt verläuft der Hatea River, der südlich davon in den Whangarei Harbour mündet.

Rund 2 km südöstlich des Stadtzentrums befindet sich das Gewerbegebiet mit dem Hafen und weitere vier Kilometer südwestlich der kleine Regionalflughafen der Stadt. Die Stadt besteht aus folgenden Stadtteilen: Kamo, Tikipunga, Whau Valley, Otangarei, Kensington, Regent, Maunu, Morningside, Raumanga, Port Whangarei und etwas abseits südöstlich liegend Onerahi, wo sich der Flughafen befindet.

Neuseeland: Nordinsel: Auckland

Neuseeland: Nordinsel: Auckland

Auckland

Der Ballungsraum Auckland ist mit über 1,4 Millionen Einwohnern – einem Drittel der Landesbevölkerung – der mit Abstand größte Ballungsraum des Landes. Das landschaftliche Bild des multikulturellen Auckland wird von den ungefähr 50 inaktiven Vulkanen geprägt, über deren Rücken sich die Großstadt erstreckt. Ihnen verdankt die Stadt die weitläufigen Parkanlagen, die bis ins Zentrum reichen. Die Lage an geschützten Meeresbuchten trägt ebenfalls wesentlich zum Bild Aucklands bei, nicht zuletzt durch die zahlreichen Segelboote, die der Stadt den Beinamen City of Sails einbrachten.

Der Ballungsraum Auckland zieht Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen an. Das milde Klima der Region, die guten Arbeitsmöglichkeiten, zahlreiche Bildungseinrichtungen und die vielen Freizeitmöglichkeiten sind einige davon. Entsprechend dem City-Ranking von Mercer Consulting besitzt Auckland unter allen Großstädten der Erde die dritthöchste Lebensqualität.

Ein Großteil der Bewohner Aucklands lebt in eigenen Häusern. Diese sind zumeist einstöckig aus Holz gebaut und befinden sich auf einem „Viertel-Acre“, also etwa 1000 Quadratmeter großem Grundstück. Die Stadt besteht zu großen Teilen aus Vororten mit überwiegend flacher Bebauung. Auckland ist die am schnellsten wachsende Stadt des Landes. Wegen der voranschreitenden und raschen Zersiedlung des Ballungsgebiets versucht die Verwaltung diese Entwicklung zu stoppen und setzt zur Realisierung der „Erhöhung der Bevölkerungsdichte“ auf höhere Stadthäuser, Reihenhäuser oder Apartments.

Der Status von Auckland als „heimliche Hauptstadt“ führt zu einer gewissen Rivalität zur eigentlichen Hauptstadt Wellington. Weiterhin unterscheidet sich der Lebensstil zum Teil deutlich von dem des übrigen Landes, insbesondere der überwiegend ländlichen Regionen. Dieser Unterschied führt dazu, dass sich Stadt und Rest des Landes wechselseitig als nicht repräsentativ für das Land ansehen, was sich in Aussagen wie „New Zealand begins beyond the Bombay Hills“ (Neuseeland beginnt hinter den Bombay Hills; einer Hügelkette im Süden Aucklands).