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Monat: Februar 2018

La Palma: Santa Cruz

La Palma: Santa Cruz

Santa Cruz

Santa Cruz de La Palma ist die Hauptstadt der Kanarischen Insel La Palma und eine Gemeinde. In der Hauptstadt selbst leben ca. 16.000 Einwohner. Die Gemeinde liegt unterhalb der bewaldeten Berghänge der Cumbres (Cumbre Nueva und Cumbre Vieja) auf der östlichen Seite der Insel. Zwischen Küste und Cumbres erstreckt sich ein schmaler Uferstreifen, so erstrecken sich die weißen Häuser an den Berghängen. Alle Verwaltungseinrichtungen von La Palma sind in Santa Cruz de La Palma konzentriert.

Der Altstadtkern von Santa Cruz wurde zum kunsthistorischen Baudenkmal erklärt. Die Hauptdurchgangsstraße ist die Avenida Maritima, die nur auf der Landseite bebaute Uferstraße. Hier befinden sich neben neuen Gebäuden einige alte Häuser im kanarischen und kolonialen Stil mit kunstvoll verzierten Holzbalkonen.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören u.a. das Renaissance-Rathaus aus dem 16. Jahrhundert mit hölzerner Kassettendecke und Wandgemälden über das Leben der Insulaner an der Plaza de Espana. Weiterhin befindet sich in der Mitte der Plaza de España die 1895 errichtete Bronzestatue des Pfarrers Manuel Hernández Díaz. Er setzte sich für eine liberale Verfassung Spaniens von 1820 ein und eröffnete eine kostenlose Schule für Kinder aller Schichten.

Die Bajada de la Virgen de las Nieves ist eines der herausragenden Feste La Palmas. Um eine drohende Missernte abzuwenden, ordnete der kanarische Bischof Jimenz einst an, die auf der ganzen Insel verehrte Statue der Jungfrau vom Schnee (Virgin de las Nieves), der Schutzpatronin von La Palma, in Las Nieves in einer Prozession in die Hauptstadt zu tragen. Die Prozession wird heutzutage alle fünf Jahre wiederholt, das nächste Mal im Jahr 2020.

 

La Palma: Los Cancajos

La Palma: Los Cancajos

Los Cancajos

Los Cancajos ist ein Ort in der Gemeinde Breña Baja auf La Palma. Der Ort befindet sich auf der Ostseite La Palmas, zwischen der Hauptstadt Santa Cruz de La Palma und dem internationalen Flughafen La Palma. Man zählt ca. 800 ständige Einwohner. Anfang der 1980er Jahre deutete nichts darauf hin, dass an der unwirtlichen Küste bei einer stillgelegten Saline ein Ferienort entstehen würde.

Entsprechend der rasanten Entstehung von Los Cancajos gibt es keinen gewachsenen Ortskern. Am ehesten übernimmt diese Funktion ein größerer Apartmentkomplex mit Einkaufszentrum, verschiedenen Geschäften, Bars und Restaurants. Die Hotels und Apartmentanlagen reihen sich an der Küste aneinander.

Die Playa de Los Cancajos besteht aus zwei schwarzsandigen, flach zum Meer hin abfallende Buchten von etwa 200 bzw. 100 Metern Länge. Sie wurden künstlich angelegt, deshalb mussten Wellenbrecher vor der Küste angebracht werden. Die Badebuchten von Los Cancajos werden auch häufig von den ansässigen Tauchbasen genutzt, um ihre Taucher gefahrlos in den oft sehr unruhigen Atlantik zu führen.

Der Badebetrieb am Strand ist ganzjährig an mehreren Stellen von Rettungsschwimmern bewacht. Umkleiden, Liegenvermietung und Frischwasserduschen sind vorhanden. Der Zugang zum Strand ist mit Rampen rollstuhlgerecht ausgelegt.

La Palma: La Tosca

La Palma: La Tosca

Die Drachenbäume bilden eine Pflanzengattung aus der Familie der Spargelgewächse. Die bekannteste Art ist der Kanarische Drachenbaum (Dracaena draco). Drachenbäume sind keine echten Bäume, da sie ein atypisches Dickenwachstum aufweisen; es sind baumförmige Lebensformen, die einen selbsttragenden verholzten Stamm besitzen. Die Stämme können verzweigt oder unverzweigt sein. Aufgrund der besonderen Faseranbindung beim atypischen Dickenwachstum können die Seitenäste nur in einem geringen Winkel zum Hauptstamm abzweigen (typischerweise < 35°). Die parallelnervigen Laubblätter sind meist schwertförmig, linealisch bis lanzettlich, aber bei manchen Arten kann die Blattspreite auch elliptisch sein. Nur einige Arten weisen einen kurzen Blattstiel auf, wie zum Beispiel Dracaena elliptica.

Der endständige, ährige Blütenstand ist meist verzweigt. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig, duften und blühen nachts. Die sechs gleichförmigen und meist weißlich gefärbten Blütenhüllblätter (Tepalen) sind zylindrisch, glockenförmig oder röhrig verwachsen. Die Blütenröhre ist kurz. Es sind sechs Staubblätter vorhanden. Die drei Fruchtblätter sind zu einem Fruchtknoten verwachsen. Es werden orange bis purpurfarbene Beeren mit einem bis drei Samen ausgebildet.

In der Gattung der Drachenbäume (Dracaena) werden etwa 50 bis 150 Arten unterschieden. Die Gattung hat eine sehr weite natürliche Verbreitung in den Tropen und Subtropen. Die meisten Arten haben ihre Heimat in den Tropen der Alten Welt (Paläotropis), also Asien und Afrika. Es existieren zwei Arten auf den Kanarischen Inseln (Dracaena draco auf Gran Canaria, La Palma und Teneriffa sowie extrem selten Dracaena tamaranae auf Gran Canaria) und je eine Art im Südwesten Marokkos (Dracaena draco subsp. ajgal), in Zentralamerika (Dracaena americana) und auf Kuba (Dracaena cubensis).

La Palma: San Andrés y Sauces

La Palma: San Andrés y Sauces

San Andres

Die Gemeinde San Andrés y Sauces befindet sich im Nordosten La Palmas und grenzt im Norden an die Gemeinde Barlovento und im Süden an die Gemeinde Puntallana. Beide Orte sind geografisch voneinander getrennt. Im städtischen Los Sauces befindet sich eine der größten Kirchen La Palmas, die Nuestra Señora de Montserrat aus dem 16. Jhd., welche flämische Kunstschätze beherbergt. Gegenüber der Kirche liegt der Park Antonio Herrera mit seinen Gärten.

Der 511 Hektar große Lorbeerwald Los Tilos in der Gemeinde wurde 1983 von der UNESCO zum Biosphärenreservat La Palma ernannt. La Palma war somit die erste spanische Insel, die diese wichtige internationale Anerkennung erhielt. 1998 wurde das Gebiet auf eine Fläche von 13.000 Hektar erweitert, die etwa 16 % der Inselfläche abdeckt. Damit wurden die nordöstliche Gemeinden der Insel, Barlovento, Puntallana, San Andrés y Sauces und teilweise auch Santa Cruz de La Palma eingebunden.

Der Wasserreichtum in der Region Los Tilos schuf über einen Jahrmillionen anhaltenden Erosionsprozess die tiefen Schluchten des Barranco del Agua mit einer üppigen Vegetation, die heute aus einer der größten noch zusammenhängenden Lorbeerwälder der Erde besteht. Hier wachsen neben großen Farnen zahlreiche, teils endemische Lorbeerarten. Da vor etwa 100 Jahren im oberen Bereich des Barrancos das Quellwasser abgeleitet wurde, ist dieser Erosionsprozess weitgehend zum Stillstand gekommen. Das tief eingeschnittene Flussbett, das durchwandert werden kann, ist noch Zeuge dieses vergangenen Prozesses. Das Gebiet Los Tilos besitzt ein kleines Besucherzentrum, angelegte Wanderwege und Aussichtspunkte.