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Monat: September 2010

Südamerika-Kreuzfahrt: Iguaçu

Südamerika-Kreuzfahrt: Iguaçu

Iguaçu

Der Iguaçu (portugiesische Schreibweise, im Spanischen Iguazú) ist ein ca. 1.320 km langer Fluss in Südamerika. Sein Name leitet sich von dem Wort Yguazú („großes Wasser“ in Guaraní, der Sprache der Tupi-Guaraní), her. Die Nationalparks beiderseits der Wasserfälle wurden 1984 und 1986 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Bekannt ist der Fluss durch die Iguaçu-Wasserfälle, wenige Kilometer von der Mündung flussaufwärts gelegen. Sie sind die größten Wasserfälle der Welt. Der Großteil liegt auf argentinischem Staatsgebiet.

Die Iguazú-Wasserfälle bestehen aus 20 größeren sowie 255 kleineren Wasserfällen auf einer Ausdehnung von 2,7 Kilometern. Einige sind bis zu 82 Meter, der Großteil ist 64 Meter hoch. Die Wassermenge an den Fällen schwankt von 1500 m³/s bis über 7000 m³/s.

Der Name Iguazú hat seinen Ursprung aus den guaranischen Wörtern y für Wasser und guasu für groß. Als erster Europäer entdeckte der spanische Conquistador Álvar Núñez Cabeza de Vaca die Fälle; einer auf der argentinischen Seite ist nach ihm benannt.

Die schöneren Eindrücke und Bilder gibt es auf der brasilianischen Seite der Wasserfälle.

Südamerika-Kreuzfahrt: Puerto Montt

Südamerika-Kreuzfahrt: Puerto Montt

Puerto Montt

Puerto Montt ist eine Hafenstadt in Chiles Süden. Sie hat ca. 200.000 Einwohner und ist das Verwaltungszentrum der Región de los Lagos und der Provinz Llanquihue.

Dreizig Kilometer östlich der Stadt liegt der Vulkan Calbuco mit 2003 Metern Höhe. Er ist einer der aktivsten Vulkane in Chile, die letzte Eruption fand 1961 statt. Die Region ist regenreich wobei der Südsommer trockener ist.

Vor allem die Seenregion um Puerto Montt ist sehenswert. Die Stadt selbst bietet einen kunsthandwerklichen Markt und Fischspezialitäten im Hafengebiet Angelmo. Puerto Montt ist Station und Ausgangspunkt diverser Kreuzfahrten und auch bei Trekking-Freunden als Ausgangspunkt für Touren beliebt.

Der Schwerpunkt des Wirtschaftslebens liegt im Handel und Verkehr, daneben spielen der Fischfang und die Fischverarbeitung sowie die Verschiffung von Holz aus den Urwäldern eine Rolle.

Unser Tipp ist schnell Puerto Montt zu verlassen und in Richtung Puerto Varas die wunderschöne Natur zu erleben.

Südamerika-Kreuzfahrt: Puerto Varas

Südamerika-Kreuzfahrt: Puerto Varas

Puerto Varas

Puerto Varas ist eine Stadt mit mehr als 35.000 Einwohnern im Süden Chiles. Sie liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Puerto Montt. Puerto Varas liegt am Südufer des Llanquihue-Sees. Mit rund 860 Quadratkilometern ist er der zweitgrößte See Chiles. An der nordöstlichen Seeseite, liegt der Volcán Osorno mit seinen 2652 Metern Höhe.

Die Stadt bietet sich als Ausgangspunkt für Ausflüge um den Llanquihue-See und zu den Vulkanen Osorno und Calbuco. Puerto Varas wird auch Rosenstadt genannt, da das Stadtgebiet im Bereich der Uferpromenade von mehreren Rosen-Gärten durchzogen ist. Die Stadt ist stark deutsch geprägt mit vielen historischen Gebäuden aus der Gründerzeit.

Bekannteste Sehenswürdigkeit ist die „deutsche Kirche“, eine Holzkonstruktion mit Wellblechverkleidung, die einer Kirche im Schwarzwald nachempfunden sein soll

Puerto Varas bietet Freizeitmöglichkeiten für Angler, Segler, Reiter, Bergsteiger und Kajakfahrer. Die Stadt besitzt ein eigenes Casino und mehrere deutschsprachige Restaurants. Neben den größeren Hotels gibt es auch kleinere Ferienhäuser.

Südamerika-Kreuzfahrt: Nationalpark Torres del Paine

Südamerika-Kreuzfahrt: Nationalpark Torres del Paine

Nationalpark Torres del Paine

Der Nationalpark Torres del Paine ist einer der bekanntesten Nationalparks in Chile. Paine heißt in der Sprache der Mapuche-Indianer „blau“, also „Blaue Türme“.

Die „Torres del Paine“ sind das Wahrzeichen des Nationalparks. Dabei handelt es sich um drei nadelartige Granitberge, die zwischen 2600 und 2850 m hoch sind. Die Berge liegen etwa in der Mitte des Nationalparks. Südlich dieser drei Berge liegt der See Lago Nordenskjöld, benannt nach dem schwedischen Geologen Otto Nordenskjöld.

Der höchste Berg im Nationalpark ist der Paine Grande mit 3050 m. Große Teile des Nationalparks sind vergletschert. Der bekannteste Gletscher ist der Grey-Gletscher, der in den Lago Grey kalbt.

Der Nationalpark ist gut erschlossen. Die Hauptverwaltung liegt im Bereich des Lago Toro. Der Park wird z. B. von Bussen aus Puerto Natales angefahren. Innerhalb des Parks gibt es mehrere kleinere Verwaltungspunkte. Es gibt viele Wanderwege und mehrere Camping- und Hüttenbereiche. Im Park selbst gelten strenge Umweltauflagen, um die Natur nicht unnötig zu verschmutzen.

Südamerika-Kreuzfahrt: Punta Arenas

Südamerika-Kreuzfahrt: Punta Arenas

Punta Arenas

Punta Arenas liegt im äußersten Süden von Chile an der Magellanstraße und auf der Brunswick-Halbinsel. Weiter nördlich befinden sich Puerto Natales und Río Gallegos (Argentinien), weiter südlich Ushuaia (Argentinien) und Puerto Williams.

Punta Arenas stellt eine bunte Mischung verschiedenster Kulturen und Menschen dar, angefangen bei den Nachkommen portugiesischer Seefahrer bis hin zu englischen Schafzüchtern. Ein großer Anteil der Bevölkerung ist kroatischstämmig, auch russische, jüdische, deutsche und Schweizer Einwanderer haben das Bild der Stadt mitgeprägt.

Punta Arenas ist außerdem ein beliebter Ausgangspunkt für Exkursionen und Kreuzfahrten in eine der landschaftlich spektakulärsten Szenerien der Welt, mit den Fjordlandschaften der Region oder dem Nationalpark Torres del Paine. Außerdem gibt es einige Pinguin-Kolonien, die besucht werden können.

Am Strand vor der Stadt sind drei historische Segelschiffe als Wellenbrecher auf Grund gesetzt. Punta Arenas erlebt aktuell einen deutlichen wirtschaftlichen Aufschwung.

Südamerika-Kreuzfahrt: Ushuaia

Südamerika-Kreuzfahrt: Ushuaia

Ushuaia

Ushuaia (Aussprache: Uswaja) nennt sich die südlichste Stadt der Welt und liegt am Beagle-Kanal. Das Wort „Ushuaia“ kommt aus der Sprache der Ureinwohner Yámana und bedeutet „Die zum Sonnenaufgang hin gewandte Bucht“.

Die Nähe zum Feuerland-Nationalpark und die einzigartige Natur der Umgebung verhalfen Ushuaia zu einem erheblichen Touristenaufkommen. Auch als Ausgangspunkt für Antarktisexpeditionen und Zwischenhalt für Kreuzfahrtschiffe ist Ushuaia beliebt. Da fast alle Waren über weite Strecken in die Stadt gebracht werden müssen, gilt Ushuaia auch als eine der teuersten Städte Argentiniens und ganz Südamerikas.

Ushuaia besitzt einen internationalen Flughafen, den Aeropuerto Internacional de Ushuaia Malvinas Argentinas. Kreuzfahrtschiffe, die auf dem Weg zur Antarktis sind, legen hier vor der Fahrt in den Süden an. Die Straße Ruta Nacional 3 endet hier.

Ushuaia zeigt in ihrer alten Architektur eine Verbindung zu ihrer Geschichte. Viele europäische Expeditionen sind zur Erforschung des Klimas, der Geographie, der Tier- und Pflanzenwelt und der Indianerstämme in diese Gegend gekommen. Die moderne Stadtentwicklung hingegen lässt jegliche Planung und Ordnung vermissen und bietet einen Wildwuchs an Architektur.

Südamerika-Kreuzfahrt: Nationalpark Tierra del Fuego

Südamerika-Kreuzfahrt: Nationalpark Tierra del Fuego

NP

Der Nationalpark Tierra del Fuego („Nationalpark Feuerland“) ist der südlichste Nationalpark Argentiniens. Das 630 km² große Schutzgebiet befindet sich im Südosten der Insel Feuerland, 18 km von der Stadt Ushuaia entfernt. Der Park wurde 1960 mit dem Hauptziel gegründet, die südlichsten subantarktischen Wälder zu schützen. Hauptattraktion ist die Natur des Parks.

Es ist einer der argentinischen Nationalparks, neben dem UNESCO Naturreservat Valdés, der über eine Meeresküste verfügt, da er im Süden vom Beagle-Kanal begrenzt wird. Zu den landschaftlichen Attraktionen im Nationalpark zählen Gletscher, tiefe Täler und Schluchten, Flüsse und Seen sowie Torfmoore. Die Laguna Negra ist ein Beispiel für ein Torfmoor, das noch in der Entstehung begriffen ist.

Innerhalb des Nationalparks gibt es eine Vielzahl von ausgeschilderten Wanderwegen, die zu verschiedenen Aussichtsplätzen oder besonderen Landschaftsformationen führen. Besonders schön ist der Weg zur Bahía Lapataia, einer Bucht am Beagle-Kanal, wo viele Wasservögel leben.

Lohnende Ziele sind der Lago Roca, den man auch mit dem Auto erreichen kann, die Isla de los Cormoranes, eine Insel inmitten des Río Lapataia mit guten Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung, die Lapataia-Bucht, ein natürlicher Hafen, und die Laguna Negra, ein Moorgebiet; für Trekkingfans auch das etwas nördlich gelegene Tal des Río Pipo. Siehe dazu auch den Abschnitt Aktivitäten.