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Kategorie: Andalusien

8. Mai – 15. Mai 2009

Spanien: Andalusien: Weisse Doerfer

Spanien: Andalusien: Weisse Doerfer

Weisse Doerfer

Die Straße der weißen Dörfer ist eine Landstraßenroute in Andalusien. Sie führt in einer teils gebirgigen Naturlandschaft durch eine Reihe von Kleinstädten und Dörfern die, meist auf phönizische und römische Siedlungen zurückgehend, vom 8. bis ins 15. Jahrhundert von den Mauren ausgebaut wurden.

Typisch für die „weißen Dörfer“ sind die weiß gekalkten Häuser und die schmalen, verwinkelten Gassen, wie sie in ähnlicher Form auch in Nordafrika zu finden sind.

Hier eine Auswahl der Ortschaften: Algodonales, Arcos de la Frontera, El Bosque, Castellar de la Frontera, Conil de la Frontera, Gaucín, Grazalema, Jimena de la Frontera, Olvera, Ronda, Setenil, Torre Alháquime, Villamartín, Zahara de la Sierra.

In den meisten Ortschaften sind auch Kirchen und Herrschaftshäuser aus den Jahrhunderten nach der Reconquista zu finden, deren gotische, Renaissance und barocke Architektur einen interessanten Kontrast zum maurischen Charakter der Häuser bilden.

Spanien: Andalusien: Arcos de la Frontera

Spanien: Andalusien: Arcos de la Frontera

Arcos de la Frontera

Arcos de la Frontera ist eine Stadt mit ca. 30.000 Einwohnern, gelegen in der Provinz Cádiz. Arcos ist der Hauptort der weißen Dörfer, und vor allem die Altstadt, die auf einem steilen Felsen oberhalb des Flusses Guadalete liegt, ist eine Touristenattraktion.

In der Altstadt finden sich die engen Gassen mit weißgetünchten Häusern, die charakteristisch für die weißen Dörfer sind; in Arcos fallen dazu die vielen Stützbogen auf, die über den Gassen die Häuser verbinden. Herz der Altstadt ist die Plaza del Cabildo.

Iglesia Parroquial de Santa Maria de la Asunción (Pfarrkirche der heiligen Maria der an der Auferstehung) an der Plaza del Cabildo wurde zwischen dem 16. und 18. Jh. gebaut. 1764 ernannte ein heiliges Tribunal im Rom die Kirche als bedeutende, älteste und besonders herausragende Kirche. Damit wurde der Streit mit der Iglesia San Pedro um die wichtigste Kirche in Arcos beendet.

Das Städtchen ist eigentlich zweigeteilt. Wo sich im oberen Bereich von Arcos de la Frontera noch die Autos auf den Straßen problemlos bewegen können, kann man froh sein, wenn man zu zweit nebeneinander noch im unteren Teil durch die Gassen spazieren kann.

Spanien: Andalusien: Tarifa

Spanien: Andalusien: Tarifa

Tarifa

Tarifa ist die südlichst gelegene Stadt des europäischen Festlandes. Sie markiert das östliche Ende der Costa de la Luz. Durch die strategisch bedeutende Lage an der engsten Stelle der Straße von Gibraltar war Tarifa immer wieder der Schauplatz geschichtlicher Ereignisse.

Am westlichen Rand der Stadt befindet sich die „Punta de Tarifa“, der südlichste Punkt des europäischen Festlandes. Die Entfernung nach Marokko, und damit dem afrikanischen Kontinent, beträgt hier nur 14 km. Nirgendwo sonst liegen Europa und Afrika näher zueinander. Mehrere Fähren verkehren täglich zwischen Tarifa und Tanger.

In der Region von Tarifa wehen, mit Ausnahme weniger Tage vor allem im August, während des ganzen Jahres starke Winde. Entweder der von Osten, meist von der Sahara kommende warme Levante (Windstärke 7-9, meist stärker), der oft auch große Mengen Sand mitbringt, oder der kühle, meist schwächere (Windstärke 6), vom Atlantik kommende Poniente.

Heute ist die Stadt, neben Hawaii und Fuerteventura eine der „Welthauptstädte“ für Wind- und Kite-Surfer. Von Einheimischen werden die Surfer auch locos por el viento genannt, „die nach dem Wind Verrückten“. Die Windenergie wird auch mit zahlreichen Windenergieanlagen genutzt, die, teils als EU-geförderter Großversuch, auf den Hügeln im Hinterland errichtet wurden.

Und es gibt in Tarifa auch einen LIDL am Ortseingang wo wir mal schnell einkaufen waren.

Spanien: Andalusien: Gibraltar

Spanien: Andalusien: Gibraltar

Gibraltar

Gibraltar ist ein Britisches Überseegebiet an der Südspitze der iberischen Halbinsel. Es steht unter der Souveränität des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Auf der spanischen Seite der Grenze liegt die Stadt La Línea de la Concepción.

Die Wirtschaft Gibraltars wird vor allem von Tourismus bestimmt. Neben vielen Tagestouristen übernachten auch immer mehr Touristen in den zahlreichen Hotels. Daneben tragen das Offshore-Finanzwesen sowie Schiffbau und Schiffsreparatur mit jeweils ca. 25 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei.

Eine Sehenswürdigkeit sind die Affen auf Gibraltar. Die ursprüngliche Herkunft dieser Tiere ist nicht exakt geklärt, wahrscheinlich wurden sie irgendwann aus Marokko von Menschen eingeführt. Eine Legende besagt, dass die britische Herrschaft in Gibraltar beendet sein wird, sobald der letzte Affe den Felsen verlassen hat.

Die Tropfsteinhöhle St. Michael’s Cave. Die Höhle war bei den Römern für ihre eindrucksvollen Tropfsteine bekannt. Wo früher im Krieg die verwundeten behandelt wurden, finden heute Konzerte statt.

Spanien: Andalusien: Ronda

Spanien: Andalusien: Ronda

Ronda

Ronda ist eine Kleinstadt in der andalusischen Provinz Málaga, auf einer Höhe von 723 m über den Meeresspiegel in einer als Serranía de Ronda bekannten Berglandschaft gelegen, zu der auch die Naturparks Sierra de Grazalema und Sierra de las Nieves gehören. Mit rund 40.000 Einwohnern ist die Gemeinde Ronda eine der größten Ortschaften unter den „weißen Dörfern“ Andalusiens.

Die maurisch geprägte Altstadt liegt auf einem rundum steil abfallenden Felsplateau und ist vom jüngeren Stadtteil, El Mercadillo, durch eine knapp 100 m tiefe, vom Río Guadalevín gebildete Schlucht getrennt. Die Wirtschaft der Stadt ist heute zum Großteil auf den Tourismus ausgerichtet. Täglich strömen tausende Tagesbesucher von den Urlaubsorten an der Costa del Sol nach Ronda.

Die Altstadt ist vom jüngeren Stadtteil, El Mercadillo, der erst nach der Eroberung durch die Spanier entstand, durch die bis zu mehr als 80 m tiefe Schlucht El Tajo getrennt. Überspannt wird der Abgrund in der Stadtmitte von der, aus dem späten 18. Jahrhundert stammenden, Puente Nuevo („Neue Brücke“).

Daneben lohnt das umgebende Bergland einen Besuch, insbesondere die Naturparks Sierra de Grazalema und Sierra de las Nieves, beide mit großen Wäldern der endemischen Igeltanne, und das Tal des Río Genal mit ausgedehnten Kastanienhainen.

Ronda ist super. Die Neue Brücke ist ein beeindruckendes Foto-Highlight.

Spanien: Andalusien: Sancti Petri

Spanien: Andalusien: Sancti Petri

Sancti Petri

Novo Sancti Petri ist laut Reiseführer eine gehobene Feriensiedlung für Sportler, in erster Linien für Golfer, umgeben von viel Grün. Erst 1991 eröffnete an der kilometerlangen Playa de la Barrosa das erste Hotel.

Den großen Schub nach vorne brachte die Erweiterung des Provinzflughafens von Jerez anlässlich der Expo in Sevilla. Heute zählt Novo Sancti Petri ca. 10.000 Hotelbetten.

Überwiegend sind hier deutsche Urlauber anzutreffen, wobei die vielen privaten Ferienhäuser in spanischer Hand sind.

Im Zentrum von Novo Sancti Petri ist ein 36 Löcher Golfplatz, der von Meisterspieler Severiano Ballesteros entworfen wurde.

Unser Dreh und Angelpunkt unsrere Andalusienreise war Novo Sancti Petri. Wir hatten ein schönes Hotelzimmer mit Blick auf den Atlantik.

Spanien: Andalusien: Marbella

Spanien: Andalusien: Marbella

Marbella

Marbella ist ein bekannter Badeort an der Costa del Sol in der Provinz Málaga mit ca. 130.000 Einwohnern. Die Stadt verfügt über mehrere Jachthäfen und einen Fischereihafen. Im benachbarten San Pedro de Alcántara, das auf das römische Silniana zurückgeht, finden sich antike Mosaike und Thermalbäder sowie die Überreste einer frühchristlichen Basilika aus dem 4. Jhd.

Den größten Ausländeranteil in Marbella bilden nach Engländern und Marokkanern, weit vor den Menschen skandinavischer Herkunft die Deutschen. Die Deutsche Schule in der Provinz Málaga befindet sich in Elviria, einem Vorort von Marbella ca. 10 Kilometer von der Stadtmitte entfernt.

Ein Stück meerwärts gönnte man sich noch in den Neunzigerjahren den kleinen Luxus, die Avenida del Mar mit zehn großen Skulpturen von Salvador Dali zu schmücken.

Der viel beschworene Mythos Marbellas als Stadt der Reichen und Schönen stimme nicht mehr, hört man immer wieder mal. Dem ist dann regelmäßig nicht so – die Hohenlohes und Bismarcks dieser Welt können ohne ihr Marbella wohl nicht sein.

Wir sind bloß schnell durchgelaufen und haben die hübschen Skulpturen von Salvador Dali bewundert

Spanien: Andalusien: Bodegas

Spanien: Andalusien: Bodegas

Bodega

Der Begriff Bodega bezeichnet im Spanischen neben dem privaten Weinkeller vor allem Weinkellereien, Weinhandlungen und Weinstuben. In den meisten Bodegas kann man die hergestellten Produkte direkt kaufen. In der Regel gibt es Führungen, in denen erklärt wird, wie Wein, Sherry oder auch Brandy produziert wird.

Die Raumhöhe in den historischen Bodegas erlaubt es, die Temperatur während des ganzen Jahres auf einem stabilen Niveau zu halten und ermöglicht zusätzlich eine ausreichende Luftzirkulation.

Die berühmte Firma Fundador mit Sitz in der Stadt Jerez ist der Pionier für Brandy de Jerez (Branntwein) und den berühmten Dessertwein Sherry schlechthin.

Die Bodegas sind nach strengen Regeln errichtet worden, um die Sonneneinstrahlung gering zu halten und eine hohe Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten. Die Form und die Platzierung der Fenster verhindert direkte Sonneneinstrahlung auf die wertvollen Weinfässer.

Zum Schluß der Führung gab es ein paar kleine Gläschen vom kostbaren Sherry.

Spanien: Andalusien: Jerez de la Frontera

Spanien: Andalusien: Jerez de la Frontera

Jerez

Jerez de la Frontera ist eine Stadt in der spanischen Region Andalusien nahe der Costa de la Luz. Sie hat ca. 200.000 Einwohner und gehört zur Provinz Cádiz. Jerez ist die Heimatstadt des berühmten Sherry, der auf spanisch (vino) Jerez heißt.

Wir haben in Jerez u.a. auch die Sherry-Fabrik „Sandeman“ besichtigt. Der Sherry kommt ja aus Andalusien und so reiht sich in Jerez Fabrik an Fabrik. Eigentlich heißt der Sherry, der in Jerez hergestellt wird, auch Jerez (sprich: cheches) und hat nur den Namen Sherry erhalten, da ihn keiner aussprechen konnte.

Die Königlich-Andalusische Reitschule (Real Escuela Andaluza del Arte Ecuestre) in Jerez ist eine Hofreitschule, an der in Form der Doma Clasíca die Klassische Reitkunst praktiziert und gelehrt wird. Auf andalusischen Pferden werden Lektionen bis zur Hohen Schule geritten.

Die Weinkellerei, die seit 1835 besteht und noch heute als Familienunternehmen in der 5. Generation geführt wird, stellt den bekannten „Tio Pepe“ Sherry her. Das übergroße Logo kann man an unterschiedlichen Standorten in Andalusien finden.

Spanien: Andalusien: Palmar de Troya

Spanien: Andalusien: Palmar de Troya

Palmar de Troya

Palmar de Troya ist ein spanisches Dorf in der Provinz Sevilla, das etwa 30 km südlich von Sevilla liegt. Es hat etwa ca. 3.000 Einwohner und ist der zweitgrößte Ort in der Gemeinde von Utrera.

Palmar de Troya ist Sitz der Palmarianisch-Katholischen Kirche des 2005 verstorbenen Gegenpapstes Clemente Domínguez y Gómez bzw. seines Nachfolgers Manuel Corral. Die Kathedrale des Gegenpapstes ist geschützt durch eine Mauer, die genaueres Besichtigen verhindert.

Die Palmarianisch-Katholische Kirche ist eine von Clemente Domínguez y Gómez gegründete religiöse Gemeinschaft, welche sich — nach der als Verfall angesehenen Entwicklung der römisch-katholischen Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil — als einzig verbliebener Rest der wahren katholischen Kirche betrachtet.

Die palmarianisch-katholische Kirche beruft sich auf eine Marienerscheinung des Jahres 1968 im südspanischen Palmar de Troya. Dort sei mehreren jungen Mädchen und Buben die Jungfrau Maria erschienen. 1969 besuchte Clemente Domínguez den Ort der Erscheinung, wo ihn eine göttliche Vision überkommen habe.

Die Tür zur Festung wird nur einmal die Woche für Gäste geöffnet.