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Kategorie: Sylt

21. Juni – 27. Juni 2014

Sylt: Keitum

Sylt: Keitum

Keitum

Keitum ist ein Ortsteil auf der Insel Sylt im Landkreis Nordfriesland. Die Gemarkung hat eine Fläche von ca. 10 km². Der Ort wurde im Jahr 1216 erstmals urkundlich erwähnt und gilt heute auf Grund seiner zahlreichen Alleen und des alten Baumbestandes als der grüne Ort der Insel.

Die St.-Severin-Kirche wurde bereits um 1216 erbaut und war ursprünglich den Heiligen Knut und Ketel geweiht. In ihrem Inneren sind viele Feldsteine verbaut und in der Mitte der Westwand befinden sich zwei spiegelbildlich angebrachte Natursteine, die der Sage nach von den Nonnen Ing und Dung gestiftet wurden und auch ihr Abbild darstellen.

Das lang gestreckte einstöckige Altfriesenhaus mit Reetdach wurde 1739 von Kapitän Peter Uwen unter Einbeziehung eines Vorgängerbaus errichtet, 1784 wurde es erweitert. 1850 zog der Lehrer und Chronist Christian Peter Hansen mit seiner Familie ein. Er stellte hier eine heimatkundliche Sammlung zusammen.

Am nordwestlichen Ortsrand von Keitum hat das Weingut Balthasar Ress aus Hattenheim im Rheingau im Juni 2009 auf einer Fläche von einem Hektar den nördlichsten Weinberg Deutschlands angelegt. Auf drei Seiten durch Bewuchs windgeschützt und begünstigt durch die hohe Anzahl an Sonnenscheinstunden auf Sylt (1714 Stunden im Vergleich zu 1587 Stunden im Rheingau) kann von den frühreifenden Sorten Solaris und Rivaner eine ausreichende Erntequalität erwartet werden.

Sylt: Westerland

Sylt: Westerland

Westerland

Westerland ist der Hauptort der Nordseeinsel Sylt. Von 1905 bis 2008 besaß Westerland das Stadtrecht. Westerland liegt rund 74 Kilometer westlich von Flensburg, 134 Kilometer nordwestlich von Kiel und 186 Kilometer nordwestlich von Hamburg.

Seit 2001 stehen die „Reisenden Riesen im Wind“ auf dem Bahnhofsvorplatz von Westerland auf Sylt. Das Kunstwerk wurde von Martin Wolke – einem deutschen Bildhauer aus München – erschaffen.

Direkt am Strand von Westerland bietet das elegante 5-Sterne-Hotel Miramar eine Terrasse mit Panoramablick auf das Meer und einen Wellnessbereich mit Innenpool. Das Miramar zählt zu den schönsten Sylt Hotels.

Die Stadtkirche St. Nicolai ist eine evangelisch-lutherische Kirche in Westerland. Sie liegt an der St.-Nicolai-Straße, zwischen den Straßen Maybachstraße und Trift. Der dreischiffige Backsteinbau ist die größte Kirche auf der Insel.

Sylt: Hörnum-Odde

Sylt: Hörnum-Odde

Hörnum-Odde

Die Hörnum-Odde ist eine Dünen- und Heidelandschaft an der Südspitze der Insel Sylt. Östlich befindet sich der Priel Hörnumtief, südwestlich die Prielsenke Hörnumloch und der Sand Theeknobs. Die rund zwei Kilometer lange Odde steht seit 1972 unter Naturschutz und ist aufgrund ihrer exponierten Lage besonders von Gezeitenströmung und Sturmfluten bedroht.

Die Strände an der Ost- und Westseite des Ortes, sowie der Hafen und die Dünenlandschaft stellen das touristische Kapital des Ortes dar. Die Schutzstation Wattenmeer, die in Hörnum eine Niederlassung betreibt, organisiert Informationsveranstaltungen über das Wattenmeer und die Salzwiesen und sensibilisiert die Touristen für den Schutz dieser Landschaft.

Dem anhaltenden Landverlust wird mit Sandaufspülungen zu begegnen versucht. Das 1979 aufgestellte und bis 1997 betriebene Unterfeuer an der Odde wurde am 7. November 2013 abgebaut und abtransportiert, da sein Untergang zu erwarten war. In Folge des Orkans Xaver im Dezember 2013 wurde das Fundament des ehemaligen Leuchtfeuers frei gespült, die angrenzende Aussichtsplattform wurde zerstört.

Die westliche Dünenkante Sylts ist aufgrund ihrer Entstehung von Abbrüchen und Verdriftungen zu den Spitzen der Insel gekennzeichnet. An der Hörnum-Odde wurden 1968 zum Schutz der damaligen Neubauten im Südwesten von Hörnum Tetrapoden verlegt. Am Ende der Querwerke sind typische Merkmale einer Lee-Erosion zu beobachten. Im Jahr 2012 wurden die Tetrapoden umgelagert.

Sylt: Hörnum

Sylt: Hörnum

Hörnum

Hörnum liegt an der Spitze des südlichen Nehrungshakens der Insel Sylt. Die Gemeinde Hörnum gehört dem Amt Landschaft Sylt an. Am Ende des Ersten Weltkrieges zählte Hörnum 21 Einwohner, die von Rantum mitverwaltet wurden. In beiden Weltkriegen galt Hörnum als strategisch wichtiges Ziel, das besonderer Verteidigung bedurfte.

Am 8. August 1907 erhielt Hörnum einen 34 Meter hohen Leuchtturm, der in so genannter Serienbauweise erstellt wurde. Zwischen 1918 und 1933 diente der Leuchtturm Hörnum auch als Schule, der Unterricht fand in 30 Metern Höhe statt. Der Ort zählt heute knapp 1.000 Einwohner.

Die Kirche St. Thomas ist eine evangelisch-lutherische Kirche in Hörnum auf Sylt. Sie wurde 1969–1970 nach dem Entwurf des Niebüller Architekten Martin Bernhard Christiansen errichtet. Als Standort wurde eine Düne am Oberen Dünenweg gewählt, neben dem schon dort befindlichen Pastorat.

Wurde von Hörnum aus ursprünglich nur Fischerei, später auch Walfang betrieben, so ist heute der Tourismus Haupteinnahmequelle. Die Strände an der Ost- und Westseite des Ortes, sowie der Hafen und die Dünenlandschaft stellen das touristische Kapital des Ortes dar. Eine beliebte Route für Wattwanderungen führt entlang der Ostseite der Insel bis nach Rantum.

Sylt: Sansibar

Sylt: Sansibar

Sansibar

Die Sansibar ist ein bekanntes Restaurant auf Sylt. Es verfügt über 160 Innenplätze im Restaurant und 250 Außenplätze auf der Terrasse und in den Dünen. Im Weinkeller, einem Gewölbe unter der Holzhütte der Sansibar lagern 30.000 Flaschen, verteilt auf 1.100 Positionen, im Wert von mehreren Millionen Euro.

1974 zog der schwäbische Koch Herbert Seckler im Alter von 22 Jahren nach Sylt. Zunächst fand er Arbeit in der Gastronomie in Westerland und kaufte dann einen Kiosk, der am FKK-Strand zwischen Rantum und Hörnum stand. Dort verkaufte er Hausmannskost, Würstchen und Pommes. Die Imbissbude trug den Namen „Sansibar“.

Das alte Lokal brannte übrigens 1982 ab, und Seckler baute es neu auf. Und im Grunde ist das Sansibar bis heute eine einfache Hütte geblieben, allerdings eine mit 30.000 Weinflaschen im Dünenkeller und eigener Mercedes-Flotte. Ohne Vorbestellung meist ein halbes Jahr im Voraus läuft hier nichts.

In den Sansibar Stores auf Sylt sowie im Internetversand sind die aktuelle Sansibar Modekollektion, aber auch Schuhe, Taschen und Accessoires sowie Weine und ein Speisensortiment zu erwerben. Seit 2007 ist die Sansibar Namensgeber für Menüs, die es bei Air Berlin an Bord aller Kurz- und Mittelstreckenflüge ab 90 Minuten Flugdauer zu kaufen gibt.

Sylt: Samoa

Sylt: Samoa

Samoa

Bekannt nicht nur bei regelmäßigen Sylt-Urlaubern ist die „Sansibar“, ein Strandrestaurant in dem immer etwas los ist. Einen Strandabschnitt weiter liegt zwischen den Dünen und direkt bei der Strandsauna Rantum das Strandrestaurant „Seepferdchen“ Samoa.

In den Dünen im Westen befinden sich mehrere Strandübergänge mit Strandkorb-Verleih und Ausflugslokalen mit exotischen Namen. Diese Namensgebung hatte ihren Ursprung in den 1930er Jahren, als ein Strandabschnitt namens Abessinien entstand. Als in den 1950er Jahren der Fremdenverkehr in Rantum zu blühen begann, entstand der Strandabschnitt Samoa, später dann auch Sansibar.

Der Inhaber Achim Hille betreibt das Saunageschäft am Südstrand von Rantum. Vor vierzehn Jahren investierte er in ein neues kleines Saunagebäude mit Dampfbad, um sein Schwitzangebot zu modernisieren. Der grandiose Blick aus dem großen Sauna-Panoramafenster auf die offene See ist das Markenzeichen.

Seit den 1960er Jahren gibt es am gesamten Weststrand ausgewiesene FKK-Strände, mit so klingenden Namen wie „Abessinien”, „Samoa” oder „Sansibar”.

Sylt: Rantum

Sylt: Rantum

Rantum

Rantum (friesisch: Raantem) ist ein Ortsteil der Gemeinde Sylt auf der Insel Sylt, südlich von Westerland.

Der Name des Ortes wird gern mit dem Namen der Meeresgöttin Ran in Verbindung gebracht; Rantum als Ort der Ran. Wahrscheinlicher ist jedoch die Ableitung aus der alten Schreibweise des Ortsnamens Raanteem als Ort am Rande.

Der kleine Ort Rantum verfügt über eine wechselvolle Geschichte. Er liegt an der mittlerweile schmalsten Stelle der Insel von etwa nur 550 Meter Breite. Bis zu sechsmal musste der Ort neu aufgebaut werden, weil er durch Sturmfluten zerstört und von Flugsand zugeschüttet worden war.

Während Westerland längst Fremdenverkehrsort war, wurde in Rantum erst nach dem Ersten Weltkrieg ein erstes Erholungsheim eingerichtet. Ab 1936 wurden Kasernen für den Seefliegerhorst gebaut. Ein großes Wattgebiet, das Rantumbecken, wurde mit einem Außendeich umgeben und sollte als Seeflughafen dienen. Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen Flüchtlinge in die Kasernen. Heute ist das Rantumbecken ein Vogelschutzgebiet.

Sylt: Rantumbecken

Sylt: Rantumbecken

Rantumbecken

Das Rantumbecken liegt im Osten der Insel Sylt und südlich des Hindenburgdamms. Es ist nach dem Ort Rantum benannt. Das Rantumbecken gehört zur Flussgebietseinheit Eider.

In den Jahren 1936/37 wurde durch den Reichsarbeitsdienst ein 568 Hektar großes Wattgebiet südöstlich von Westerland mit einem fünf Kilometer langen Deich abgetrennt. Es sollte der Wehrmacht als Flughafen für Wasserflugzeuge dienen, da diese aufgrund der oftmals rauen Nordsee und der gezeitenabhängigen Wasserstände nicht im Wattenmeer landen konnten.

Später wurden die Abwässer von Westerland in das Becken geleitet. Ab dem Jahr 1962 wurde das Becken aufwendig renaturiert und dort ein Seevogelschutzgebiet eingerichtet, das 1968 zum Europareservat erklärt wurde. Es entwickelten sich mit der Zeit verschiedene Biotope wie Wiesen, Sümpfe, Wasser- und Sandflächen. Betreut wird dieses Schutzgebiet vom Verein Jordsand.

Direkt am Rantum-Becken befinden sich ein Campingplatz und ein Zeltlager des Kreis-Sport-Verbandes. Auf dem Kasernengelände unmittelbar am Südwestufer des Rantumbeckens liegt seit dem Jahr 2006 ein neu erbauter großer Hotelkomplex („Dorfhotel“).

 

Sylt: Morsum-Kliff

Sylt: Morsum-Kliff

Morsum-Kliff

Das Morsum-Kliff ist eine sich über eine Distanz von knapp 2.000 Metern im Osten der Insel Sylt, etwa zwischen dem Hindenburgdamm und dem Ort Morsum erstreckende Steilküste. Das Kliff ist Naturschutzgebiet und Nationaler Geotop.

Die geologische Bedeutung dieser Steilküste liegt in erster Linie darin, dass die hier aufgeschlossenen Formationen unter Einwirkung der Gletscher der Saale-Kaltzeit (vor etwa 120.000 Jahren) aus ihrer natürlichen Lage zu mehreren Schollen aufgestaucht und schräggestellt wurden, so dass sie heute in der Reihenfolge ihrer Entstehung nebeneinander im Kliff zu sehen sind.

Das Kliff ist streng geschützt. Das Sammeln von Fossilien ist untersagt, ebenso natürlich das Besteigen des Steilufers. Am besten zugänglich ist die Ostscholle, zu der von einem unweit einer Hotelanlage gelegenen Parkplatz ein Fußweg ausgeschildert ist, über den man auch an den Strand gelangt.

Im Zuge der Planung des Hindenburgdamms wurden Überlegungen angestellt, als Baumaterial für diese feste Verbindung zwischen Sylt und dem Festland Teile des Morsum-Kliffs abzutragen. Zum Glück vereitelten Privatinitiativen diesen Plan.

Sylt: Morsum

Sylt: Morsum

Morsum

Morsum ist ein Ortsteil der Gemeinde Sylt auf der Nordseeinsel Sylt. Er liegt im Osten der Insel in einer Heidelandschaft. Zu beiden Seiten des Ortes liegt der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Bei Morsum beginnt der Hindenburgdamm, der die Insel Sylt mit dem Festland verbindet.

Der von etwa 1.100 Einwohnern bewohnte Ort Morsum war im 9. Jahrhundert eines der ersten Siedlungsgebiete der Friesen auf Sylt und bis zum Ende des 17. Jahrhunderts das größte Dorf der Insel. Urkundlich erwähnt wurde der Ort erstmals 1462.

Auf Sylt ist – wie auch auf den nordfriesischen Nachbarinseln – motorisierter Individualverkehr zugelassen. Morsum erreicht man über ein gut ausgebautes Straßennetz. Der Bahnhof in Morsum ist Haltepunkt des Nah- und Regionalverkehrs der Nord-Ostsee-Bahn. Die Linienbusse der Sylter Verkehrsgesellschaft verbinden den Ort mit der Inselmetropole Westerland.

Das Morsum-Kliff befindet sich an der Wattseite der Insel. Das Kliff steht seit 1923 unter Naturschutz. Durch die Eiszeit-Gletscher wurden hier viele Erdschichten, unter anderem Glimmerton, Limonitsandstein und Kaolinsand auf engem Raum zusammengepresst.