Browsed by
Kategorie: Azoren

25. April – 30. April 2017

Azoren: Lagoa do Fogo

Azoren: Lagoa do Fogo

Lagoa do Fogo

Lagoa do Fogo (portugiesisch ‚Feuersee‘) ist ein See in Portugal auf der Azoren-Insel São Miguel. Der Kratersee liegt in der Inselmitte in der inneren Caldera des Schichtvulkans Água de Pau und entstand 1563 nach einem Ausbruch des Pico da Sapateira, den es seitdem nicht mehr gibt.

Der See befindet sich auf einer Höhe von 575 m über dem Meeresspiegel und zählt damit entgegen häufiger Verlautbarung nicht zu den höchstgelegenen Seen der Insel, sondern eher zu den tiefer liegenden. Noch aus der Entstehungszeit ist im Tiefenwasser des Sees Kohlendioxid in flüssiger Form eingeschlossen. Das Seewasser hat einen niedrigen pH-Wert, trotzdem leben Fische und Amphibien im See.

Der See liegt in einer Gebirgszone, die kaum besiedelt ist und zudem behördlich gegen Verbauung geschützt ist. In der Umgebung gibt es noch endemischen Lorbeerwald, der im wärmeren Tertiär auch in Europa und im übrigen Mittelmeerraum heimisch war. Die Vegetation umfasst eine Vielfalt azoreanischer Endemiten.

Die Gegend gilt als Vogelparadies. Trotz der Entfernung zum Meer nisten hier Seevögel wie die Fluss-Seeschwalbe und der atlantische Vertreter der Mittelmeermöwe. Dieser seltene Lebensraum wurde 1974 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die Umweltbedingungen des Sees sind verglichen mit anderen Seen der Insel günstig. Dennoch ist auch hier der Nährstoffgehalt so hoch, dass das Wasser als mesotroph eingeordnet wird. Eine schöne Wanderung führt zum Lagoa do Fogo.

Azoren: Sete Cidades

Azoren: Sete Cidades

Sete Cidades

Sete Cidades (dt.: Sieben Städte) ist eine Caldera vulkanischen Ursprungs mit einem gleichnamigen See von 4,35 km² Größe im Westen der portugiesischen Azoren-Insel São Miguel. Die zwei Kraterseen sind eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Azoren.

Der See teilt sich auf in zwei Teile, die durch einen schmalen Kanal verbunden sind. Der See misst von Nordwest nach Südost etwa fünf Kilometer in der Länge und ist ein bis zwei Kilometer breit. Am Westufer befindet sich die Ortschaft Sete Cidades. Der Vulkan war im Verlauf der letzten 5000 Jahre einer der aktivsten auf den Azoren.

Blickt man vom Kraterrand etwa 500 m hinunter (höchste Erhebung 856 m), so erscheint der eine See durch die Reflexion des Himmels blau (Lagoa Azul), der andere durch den dahinter stehenden Bewuchs grün (Lagoa Verde). Einer Legende zufolge entstanden die unterschiedlichen Färbungen, als eine Prinzessin und ihr Liebhaber, ein Schäfer, sich trennen mussten. Ihre Tränen bildeten die Seen in den Farben ihrer Augen.

Weide- und zu einem kleinen Teil Holzwirtschaft und Tourismus sind die Erwerbszweige der Einwohner der Ortschaft Sete Cidades. Eine Straßenbrücke über die Engstelle zwischen Lagoa Azul und Lagoa Verde schafft die Verbindung von der Ortschaft zum Aussichtspunkt Vista do Rei am Südrand der Caldera und weiter in den Südwesten der Insel.

Eine schöne Wanderung führt um die Sete Cidades.

Azoren: Lagoa das Furnas

Azoren: Lagoa das Furnas

Lagoa das Furnas

Der Furnas-See ist ein Kratersee, der im Osten der Azoreninsel São Miguel bei der Ortschaft Furnas liegt. Er liegt 281 m über dem Meeresspiegel und ist maximal 15 m tief.

Der Furnas-See liegt zwar in einem Landschaftsschutzgebiet, ist aber dennoch in keinem guten Zustand, da die Wasserqualität eutroph ist. Die zuständigen Behörden sind bislang nicht in der Lage, den exzessiven Gebrauch von Düngemitteln für Ackerbau und Viehwirtschaft einzudämmen, mit der Folge, dass das Seewasser dadurch in hohem Maße überdüngt wird.

Umgeben ist der See von üppiger makaronesischer Vegetation. Zahlreiche vulkanische Erscheinungen wie Fumarolen, Solfataren und Caldeiras (Dampfquellen) einschließlich Geysire treten am Nordufer des Sees auf. Dort wird das kochende Wasser in Erdlöchern zur Zubereitung traditioneller portugiesischer Gerichte genutzt, insbesondere den Cozido das Caldeiras, ein Eintopf aus Fleisch, Würstchen, Kartoffeln, Kohl und anderem Gemüse, der hier in einem Sack über mehrere Stunden hinweg gegart wird.

Am Südufer steht die verfallende Kapelle Nossa Senhora das Vitóras im neugotischen Stil. Der Intellektuelle José do Canto ließ die Kapelle in Frankreich bauen und mit. Die Kapelle wurde am 15. August 1886 eingeweiht und ist die Begräbnisstätte von ihm und seiner Frau. Westlich über dem See erhebt sich auf einem Hügel das Castelo Branco.

Eine schöne Wanderung führt um den Furnas-See.

Azoren: Ribeira Grande

Azoren: Ribeira Grande

Ribeira Grande

Ribeira Grande ist die größte Stadt im Norden der Azoren-Insel São Miguel mit ca. 6400 Einwohnern. Der gleichnamige Fluss, der auch namensgebend war, teilt das Stadtgebiet in zwei Teile.

Ribeira Grande, das zu den ältesten Ortschaften der Azoren zählt, erhielt bereits 1507 die Rechte einer Stadt verliehen. Schon die ersten Siedler bauten Wassermühlen am Fluss Ribeira Grande und nutzen die Wasserkraft zur Verarbeitung von Wolle und Leinen. 1563 wurde die Stadt durch einen Vulkanausbruch zerstört, im Ortsteil Ribeira Seca erinnert hieran ein beim Ausbruch verschütteter und später freigelegter Brunnen.

Die Landwirtschaft war und ist eine wichtige Einnahmequelle der Region. Der Fluss wurde zum Betrieb von Wassermühlen zur Getreideverarbeitung genutzt. In einem modernen Industriepark sind heute zusätzlich mehr als 25 Betriebe aus unterschiedlichen Branchen ansässig. Darüber hinaus spielt der Tourismus eine wachsende Rolle für die Wirtschaft der Stadt.

Zu den wichtigszen Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört die Hauptkirche Igreja Matriz de Nossa Senhora da Estrela. Die Kirche wurde 1517 geweiht und nach der Zerstörung durch ein Erdbeben 1680 wieder aufgebaut.

Azoren: Ponta Delgada

Azoren: Ponta Delgada

Ponta Delgada

Ponta Delgada (dt: Schmale Spitze) ist die Hauptstadt der Azoren auf der Insel São Miguel, aber auch der gleichnamige Regierungsbezirk im Süden und Westen der Insel. Die drei Stadtgemeinden Ponta Delgadas haben zusammen ca. 18.000 Einwohner. Hier ist der Sitz der Provinzialregierung und der Hauptort der 1976 gegründeten Universität der Azoren.

Die Innenstadt besteht im Wesentlichen aus dem zentralen Teil Sao Sebastião um die gleichnamige Kirche herum und dem Bereich der Kirchengemeinde São Pedro im Osten des Zentrums sowie São José im Südwesten. Weiter um die Stadt herum lagern sich die beiden Orte Fajã de Baixo, der „niedrige Ort“ und Fajã de Cima, der „höhere Ort“.

Der Hafen von Ponta Delgada spielt durch die Insellage seit jeher eine zentrale Rolle und wurde seit der Stadtgründung wiederholt ausgebaut, vergrößert und befestigt. Mit dem Programm Portas do Mar wurde ein modernes Kreuzfahrtterminal geschaffen, das Passagierschiffen und Großyachten bis 360 m Länge Platz bietet.

Largo de Goncalo Velho Cabral ist der zentrale Platz von Ponta Delgada und wurde nach dem ersten Inselverwalter Gonçalo Velho Cabral benannt, dem hier auch ein Denkmal gewidmet ist. Die Gebäude mit den Arkadengängen, wie das Bankhaus auf der Ostseite des Platzes, lagen früher direkt am Meer und dienten im 18. und 19. Jahrhundert zum Be- und Entladen von Handelswaren.

Azoren: Povoação

Azoren: Povoação

Povoacao

Povoação ist eine Kleinstadt auf der Insel São Miguel (Azoren). Im Jahre 2011 hatte die Stadt 2161 Einwohner.

Nach einer ersten Landung 1427 begann in Povoação ab 1432 die Besiedlung der Insel. Nachdem im weiteren Verlaufe weitere Ortschaften entstanden waren, gehörte Povoação zum Kreis Vila Franca do Campo. Nachdem es später zum Kreis Nordeste gehört hatte, wurde es 1839 Sitz eines eigenständigen Kreises.

Der bedeutende botanische Terra-Nostra-Park und die Thermalbäder der Estação Termal das Furnas in der Gemeinde Furnas liegen im Kreis. Mit dem Furnas-See befindet sich der zweitgrößte See der Azoren im Kreisgebiet.

Zu den Baudenkmälern im Kreis zählen der Terra-Nostra-Park, das Thermalbad, verschiedene öffentliche Gebäude und eine Reihe Sakralbauten. Auch das Herrenhaus Casa das Murtas mit seiner Parkanlage zählt dazu. Zudem steht der historische Ortskern von Povoação als Ganzes unter Denkmalschutz.

Der Kreis verfügt über verschiedene Museen, so das Museu do Trigo und den Núcleo Museológico da Ribeira Quente. Mit dem Parque Zoológico da Vila da Povoação ist hier auch ein Zoo zu besuchen.

Azoren: Mosteiros

Azoren: Mosteiros

Mosteiros

Mosteiros ist eine Gemeinde im Kreis Ponta Delgada im äußersten Nordwesten der Azoren-Insel São Miguel.

Das frühere Fischerdorf liegt direkt am Meer. Sein Name wird auf das Aussehen der größten der vorgelagerten Felsinseln Ilhéus dos Mosteiros zurückgeführt, das dem einer Kirche ähnelt.

Über die Küstenstraße ER 1-1 ist Mosteiros mit der Inselhauptstadt Ponta Delgada und in der entgegengesetzten Richtung mit Ribeira Grande verbunden. Die nächsten Ortschaften sind João Bom im Osten, Sete Cidades im Südosten und Várzea im Südwesten.

Der wichtigste Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft, wobei der Rinderzucht vorrangige Bedeutung zukommt. Eine geringere Rolle spielen der Fischfang und der Tourismus. Mosteiros besitzt einen dunklen Sandstrand und Naturschwimmbecken, die jedoch der oft starken Brandung des Atlantik ausgesetzt sind.

Azoren: Furnas

Azoren: Furnas

Furnas

Furnas ist eine portugiesische Gemeinde im Bezirk Povoação auf der Insel São Miguel. Wir waren im Hotel Terra Nostra Garden in Furnas.

Die Haupteinnahmequellen sind Landwirtschaft und Tourismus. Der Botanische Garten Terra Nostra mit seinem Thermalbecken liegt hinter dem gleichnamigen Hotel und gilt als wichtige Touristenattraktion. Weitere Thermalbecken sind im Ort verteilt und werden privat betrieben.

Das Tal hat ein eigenes Mikroklima, dessen Luftfeuchtigkeit und mittlere Temperatur über den Durchschnittswerten der Insel São Miguel liegen, so dass die Vegetation verschiedene Arten wie Zedern und Araukarien umfasst, die sonst in dieser geographischen Breite nicht gedeihen könnten. Im Tal entspringen insgesamt 23 warme bis heiße Mineralquellen – von ihnen sind einige Geysire – mit bis zu 98 Grad Wassertemperatur.

Zu den typischen gastronomischen Angeboten in Furnas gehört das Cozido à portuguesa, hauptsächlich zusammengesetzt aus Gemüse, etwas Fleisch, Würstchen und Reis. Die traditionelle Methode der Zubereitung besteht darin, den Topf in ein Erdloch zu stellen und das Gericht von vulkanischer Hitze kochen zu lassen. Eine weitere Spezialität des Tales ist Bolo Lêvedo – eine Art Brot aus Milch, Eiern, Zucker und Weizenmehl.