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Kategorie: Prag

10. August – 11. August 2008

Prag: Wenzelsplatz

Prag: Wenzelsplatz

Wenzelsplatz

Der Wenzelsplatz in der Mitte von Prag wurde 1848 nach dem Heiligen Wenzel von Böhmen benannt, nachdem er im Mittelalter und der Neuzeit als Rossmarkt den Mittelpunkt der Prager Neustadt bildete. Die Breite von gut 50m entspricht zwar nur einer Prachtstraße, aber mit über 700 m Länge gehört der Boulevard zu den größten „Plätzen“ in Europa.

Mit der Gründung der Prager Neustadt 1348 unter König Karl IV. wurde entlang eines bestehenden Weges genau rechtwinklig zum Markt der Gallusstadt als eigenständiger Teil der Prager Altstadt ein neuer Markt, der Rossmarkt, angelegt. Beide waren zunächst durch das St.-Gallus-Tor am Brückl verbunden.

Das St. Gallus-Tor wurde bei der Anlage der Neustadt geschlossen und durch einen neuen, breiteren Mauerdurchbruch ersetzt, der in der Achse des Rossmarktes lag. Mit rund 680 Metern Länge und 60 m Breite erstreckte sich der Markt in Nordwest-Südost-Richtung vom Tor der Altstadt bis zum Tor der Neustadt, dem Rosstor oder St.-Prokops-Tor, das bis zu seinem Abriss 1875 an der Stelle des heutigen Nationalmuseums stand.

Das Wenzelsdenkmal schuf 1912 der bekannte tschechische Künstler Josef V. Myslbek. Es zeigt den Heiligen Wenzel als Landespatron in Rüstung und mit Harnisch und Lanze sowie die vier Schutzheiligen Ludmilla und Prokop (vorn) und Agnes und Adalbert (hinten).

Prag: Goldene Gässchen

Prag: Goldene Gässchen

Goldene Gässchen

Das Goldene Gässchen ist ein von Mythen umringtes Gässchen an der Innenmauer der Prager Burg und einer der größten Touristenmagneten von Prag. Berühmtheit erlangte es vor allem deswegen, weil hier unter der Aufsicht Kaiser Rudolfs II. Alchemisten gewirkt haben sollen, um für ihn künstliches Gold und den Stein der Weisen zu erzeugen.

Die beliebteste Attraktion der tschechischen Hauptstadt ist ein malerisches Gässchen, dessen winzige Häuschen sich unter der Burgmauer zu ducken scheinen. Im 16. Jh. dienten sie als Unterkunft für die Burgwachen.

Zwischen 1916 und 1917 lebte hier sogar Franz Kafka und arbeitete im Haus Nr. 22 an seinen Werken. Heute ist die Gasse unbewohnt und in den Häuschen sind Souvenirläden und Cafés untergebracht. Für das Betreten wird Eintritt verlangt.

Die 11 winzigen Häuser stammen aus dem 16. Jahrhundert und wurden als Unterkünfte für die Burgwachen des Königs gebaut. Später zogen vor allem Goldschmiede in die Hütten ein, wovon die Gasse wahrscheinlich ihren Namen erhielt. Im 19. Jahrhundert war das Goldene Gässchen sehr heruntergekommen; es siedelten sich nur mehr arme Leute dort an.

Prag: Hradschin

Prag: Hradschin

Hradschin

Die Prager Burg bildet das größte geschlossene Burgareal der Welt und liegt auf dem Prager Berg Hradschin. Sie wurde im 9. Jahrhundert gegründet und hat während dieser Zeit oftmals ihre Gestalt und ihr Antlitz gewandelt. Generationen von Baumeistern verschiedener Baustile waren daran beteiligt. Die einzelnen Etappen der Geschichte hinterließen dabei ihre Spuren. Noch heute ist sie offizielle Residenz des Präsidenten der Tschechischen Republik. Inmitten der Burganlage befindet sich der Veitsdom.

Der Hradschin ist ein Symbol der Macht. Für Vaclav Havel jedoch ein verwunschenes Schloss, so unheimlich, dass er am Anfang seiner Amtszeit die Staatsgeschäfte lieber an seinem Schreibtisch zu Hause erledigte.

Nach 1919 wurde die Burg für den Sitz des ersten Präsidenten der Tschechoslowakischen Republik umgebaut und dabei insbesondere der III. Burghof umgestaltet. Federführend war ein bedeutende slowenische Architekt.

Der Veitsdom auf der Prager Burg ist das größte Kirchengebäude Tschechiens. Der mächtige dreischiffige Dom wurde im Stil der Gotik erbaut. Im Inneren des Doms findet sich eine überaus reiche Ausstattung. Die bedeutendsten noch von Parler stammenden Arbeiten befinden sich in der mit Halbedelsteinen und vergoldetem Stuck ausgekleideten Wenzelskapelle. Seit 1355 wird das Haupt des Heiligen Veit im Veitsdom als Reliquie aufbewahrt.

Prag: Altstädter Ring

Prag: Altstädter Ring

Altstädter Ring

Der Altstädter Ring ist der zentrale Marktplatz der Prager Altstadt. Er nimmt mehr als 9000 m² ein.

Zu jeder vollen Stunde warten viele Besucher vor dem Rathaus, um die berühmten zwölf Apostel zu sehen. Sie erscheinen im Fensterchen der astronomischen Uhr Orloj, 1490 von Meister Hanus vollendet.

1365 begann man mit dem Bau der dreischiffigen, gotischen Teynkirche, auch „Kirche der Jungfrau Maria vor dem Teyn“ genannt. Erst in der zweiten Hälfte des 15. Jhds und zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurden die Türme (Adam und Eva) fertiggestellt, die sich nicht gleichen und von denen einer 80 m hoch ist.

Die Nikolauskirche ist ein nach Plänen von Kilian Ignaz Dientzenhofer in den Jahren 1732 bis 1735 als Ersatz für eine durch einen Brand zerstörte romanische Pfarrkirche errichteter Barockbau. In den Jahren 1870 – 1914 diente die Kirche der Orthodoxen Kirchen, später wurde sie als Garnisonskirche und dann als Lagerraum verwendet. Seit 1920 dient sie der Tschechischen Hussitischen Kirche.

Prag: Karlsbrücke

Prag: Karlsbrücke

Karlsbrücke

Die Karlsbrücke ist eine im 14. Jahrhundert errichtete, historisch bedeutsame Brücke über die Moldau in Prag, die die Altstadt mit der Kleinseite verbindet. Sie ist eine der ältesten erhaltenen Steinbrücken Europas und eines der Wahrzeichen der Stadt.

Der für die Konstruktion der Brücke und des Altstädter Brückenturms verantwortliche Architekt war Peter Parler. Nach dem Vorbild der Steinernen Brücke in Regensburg wurde sie als Bogenbrücke mit 16 Bögen errichtet. Ihre Länge beträgt 516 m, ihre Breite 10 m. Angeblich wurde der Mörtel mit Eiern angereichert, um die Stabilität zu erhöhen.

Die meisten der 30 Heiligenstatuen auf der Karlsbrücke sind im barocken Stil gehalten und wurden zwischen 1683 and 1714 errichtet. Sie wurden von den damals bedeutendsten Bildhauern Böhmens geschaffen.

Wohl am bekanntesten ist die Statue des heiligen Johannes von Nepomuk, der angeblich an dieser Stelle im Jahre 1393 ertränkt wurde. Seit 1965 werden die Skulpturen nach und nach durch Repliken ersetzt; die Originale befinden sich im Lapidarium des Nationalmuseums.