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Monat: Juni 2014

Sylt: Hörnum-Odde

Sylt: Hörnum-Odde

Hörnum-Odde

Die Hörnum-Odde ist eine Dünen- und Heidelandschaft an der Südspitze der Insel Sylt. Östlich befindet sich der Priel Hörnumtief, südwestlich die Prielsenke Hörnumloch und der Sand Theeknobs. Die rund zwei Kilometer lange Odde steht seit 1972 unter Naturschutz und ist aufgrund ihrer exponierten Lage besonders von Gezeitenströmung und Sturmfluten bedroht.

Die Strände an der Ost- und Westseite des Ortes, sowie der Hafen und die Dünenlandschaft stellen das touristische Kapital des Ortes dar. Die Schutzstation Wattenmeer, die in Hörnum eine Niederlassung betreibt, organisiert Informationsveranstaltungen über das Wattenmeer und die Salzwiesen und sensibilisiert die Touristen für den Schutz dieser Landschaft.

Dem anhaltenden Landverlust wird mit Sandaufspülungen zu begegnen versucht. Das 1979 aufgestellte und bis 1997 betriebene Unterfeuer an der Odde wurde am 7. November 2013 abgebaut und abtransportiert, da sein Untergang zu erwarten war. In Folge des Orkans Xaver im Dezember 2013 wurde das Fundament des ehemaligen Leuchtfeuers frei gespült, die angrenzende Aussichtsplattform wurde zerstört.

Die westliche Dünenkante Sylts ist aufgrund ihrer Entstehung von Abbrüchen und Verdriftungen zu den Spitzen der Insel gekennzeichnet. An der Hörnum-Odde wurden 1968 zum Schutz der damaligen Neubauten im Südwesten von Hörnum Tetrapoden verlegt. Am Ende der Querwerke sind typische Merkmale einer Lee-Erosion zu beobachten. Im Jahr 2012 wurden die Tetrapoden umgelagert.

Sylt: Hörnum

Sylt: Hörnum

Hörnum

Hörnum liegt an der Spitze des südlichen Nehrungshakens der Insel Sylt. Die Gemeinde Hörnum gehört dem Amt Landschaft Sylt an. Am Ende des Ersten Weltkrieges zählte Hörnum 21 Einwohner, die von Rantum mitverwaltet wurden. In beiden Weltkriegen galt Hörnum als strategisch wichtiges Ziel, das besonderer Verteidigung bedurfte.

Am 8. August 1907 erhielt Hörnum einen 34 Meter hohen Leuchtturm, der in so genannter Serienbauweise erstellt wurde. Zwischen 1918 und 1933 diente der Leuchtturm Hörnum auch als Schule, der Unterricht fand in 30 Metern Höhe statt. Der Ort zählt heute knapp 1.000 Einwohner.

Die Kirche St. Thomas ist eine evangelisch-lutherische Kirche in Hörnum auf Sylt. Sie wurde 1969–1970 nach dem Entwurf des Niebüller Architekten Martin Bernhard Christiansen errichtet. Als Standort wurde eine Düne am Oberen Dünenweg gewählt, neben dem schon dort befindlichen Pastorat.

Wurde von Hörnum aus ursprünglich nur Fischerei, später auch Walfang betrieben, so ist heute der Tourismus Haupteinnahmequelle. Die Strände an der Ost- und Westseite des Ortes, sowie der Hafen und die Dünenlandschaft stellen das touristische Kapital des Ortes dar. Eine beliebte Route für Wattwanderungen führt entlang der Ostseite der Insel bis nach Rantum.

Sylt: Sansibar

Sylt: Sansibar

Sansibar

Die Sansibar ist ein bekanntes Restaurant auf Sylt. Es verfügt über 160 Innenplätze im Restaurant und 250 Außenplätze auf der Terrasse und in den Dünen. Im Weinkeller, einem Gewölbe unter der Holzhütte der Sansibar lagern 30.000 Flaschen, verteilt auf 1.100 Positionen, im Wert von mehreren Millionen Euro.

1974 zog der schwäbische Koch Herbert Seckler im Alter von 22 Jahren nach Sylt. Zunächst fand er Arbeit in der Gastronomie in Westerland und kaufte dann einen Kiosk, der am FKK-Strand zwischen Rantum und Hörnum stand. Dort verkaufte er Hausmannskost, Würstchen und Pommes. Die Imbissbude trug den Namen „Sansibar“.

Das alte Lokal brannte übrigens 1982 ab, und Seckler baute es neu auf. Und im Grunde ist das Sansibar bis heute eine einfache Hütte geblieben, allerdings eine mit 30.000 Weinflaschen im Dünenkeller und eigener Mercedes-Flotte. Ohne Vorbestellung meist ein halbes Jahr im Voraus läuft hier nichts.

In den Sansibar Stores auf Sylt sowie im Internetversand sind die aktuelle Sansibar Modekollektion, aber auch Schuhe, Taschen und Accessoires sowie Weine und ein Speisensortiment zu erwerben. Seit 2007 ist die Sansibar Namensgeber für Menüs, die es bei Air Berlin an Bord aller Kurz- und Mittelstreckenflüge ab 90 Minuten Flugdauer zu kaufen gibt.

Sylt: Samoa

Sylt: Samoa

Samoa

Bekannt nicht nur bei regelmäßigen Sylt-Urlaubern ist die „Sansibar“, ein Strandrestaurant in dem immer etwas los ist. Einen Strandabschnitt weiter liegt zwischen den Dünen und direkt bei der Strandsauna Rantum das Strandrestaurant „Seepferdchen“ Samoa.

In den Dünen im Westen befinden sich mehrere Strandübergänge mit Strandkorb-Verleih und Ausflugslokalen mit exotischen Namen. Diese Namensgebung hatte ihren Ursprung in den 1930er Jahren, als ein Strandabschnitt namens Abessinien entstand. Als in den 1950er Jahren der Fremdenverkehr in Rantum zu blühen begann, entstand der Strandabschnitt Samoa, später dann auch Sansibar.

Der Inhaber Achim Hille betreibt das Saunageschäft am Südstrand von Rantum. Vor vierzehn Jahren investierte er in ein neues kleines Saunagebäude mit Dampfbad, um sein Schwitzangebot zu modernisieren. Der grandiose Blick aus dem großen Sauna-Panoramafenster auf die offene See ist das Markenzeichen.

Seit den 1960er Jahren gibt es am gesamten Weststrand ausgewiesene FKK-Strände, mit so klingenden Namen wie „Abessinien”, „Samoa” oder „Sansibar”.

Sylt: Rantum

Sylt: Rantum

Rantum

Rantum (friesisch: Raantem) ist ein Ortsteil der Gemeinde Sylt auf der Insel Sylt, südlich von Westerland.

Der Name des Ortes wird gern mit dem Namen der Meeresgöttin Ran in Verbindung gebracht; Rantum als Ort der Ran. Wahrscheinlicher ist jedoch die Ableitung aus der alten Schreibweise des Ortsnamens Raanteem als Ort am Rande.

Der kleine Ort Rantum verfügt über eine wechselvolle Geschichte. Er liegt an der mittlerweile schmalsten Stelle der Insel von etwa nur 550 Meter Breite. Bis zu sechsmal musste der Ort neu aufgebaut werden, weil er durch Sturmfluten zerstört und von Flugsand zugeschüttet worden war.

Während Westerland längst Fremdenverkehrsort war, wurde in Rantum erst nach dem Ersten Weltkrieg ein erstes Erholungsheim eingerichtet. Ab 1936 wurden Kasernen für den Seefliegerhorst gebaut. Ein großes Wattgebiet, das Rantumbecken, wurde mit einem Außendeich umgeben und sollte als Seeflughafen dienen. Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen Flüchtlinge in die Kasernen. Heute ist das Rantumbecken ein Vogelschutzgebiet.

Sylt: Rantumbecken

Sylt: Rantumbecken

Rantumbecken

Das Rantumbecken liegt im Osten der Insel Sylt und südlich des Hindenburgdamms. Es ist nach dem Ort Rantum benannt. Das Rantumbecken gehört zur Flussgebietseinheit Eider.

In den Jahren 1936/37 wurde durch den Reichsarbeitsdienst ein 568 Hektar großes Wattgebiet südöstlich von Westerland mit einem fünf Kilometer langen Deich abgetrennt. Es sollte der Wehrmacht als Flughafen für Wasserflugzeuge dienen, da diese aufgrund der oftmals rauen Nordsee und der gezeitenabhängigen Wasserstände nicht im Wattenmeer landen konnten.

Später wurden die Abwässer von Westerland in das Becken geleitet. Ab dem Jahr 1962 wurde das Becken aufwendig renaturiert und dort ein Seevogelschutzgebiet eingerichtet, das 1968 zum Europareservat erklärt wurde. Es entwickelten sich mit der Zeit verschiedene Biotope wie Wiesen, Sümpfe, Wasser- und Sandflächen. Betreut wird dieses Schutzgebiet vom Verein Jordsand.

Direkt am Rantum-Becken befinden sich ein Campingplatz und ein Zeltlager des Kreis-Sport-Verbandes. Auf dem Kasernengelände unmittelbar am Südwestufer des Rantumbeckens liegt seit dem Jahr 2006 ein neu erbauter großer Hotelkomplex („Dorfhotel“).

 

Sylt: Morsum-Kliff

Sylt: Morsum-Kliff

Morsum-Kliff

Das Morsum-Kliff ist eine sich über eine Distanz von knapp 2.000 Metern im Osten der Insel Sylt, etwa zwischen dem Hindenburgdamm und dem Ort Morsum erstreckende Steilküste. Das Kliff ist Naturschutzgebiet und Nationaler Geotop.

Die geologische Bedeutung dieser Steilküste liegt in erster Linie darin, dass die hier aufgeschlossenen Formationen unter Einwirkung der Gletscher der Saale-Kaltzeit (vor etwa 120.000 Jahren) aus ihrer natürlichen Lage zu mehreren Schollen aufgestaucht und schräggestellt wurden, so dass sie heute in der Reihenfolge ihrer Entstehung nebeneinander im Kliff zu sehen sind.

Das Kliff ist streng geschützt. Das Sammeln von Fossilien ist untersagt, ebenso natürlich das Besteigen des Steilufers. Am besten zugänglich ist die Ostscholle, zu der von einem unweit einer Hotelanlage gelegenen Parkplatz ein Fußweg ausgeschildert ist, über den man auch an den Strand gelangt.

Im Zuge der Planung des Hindenburgdamms wurden Überlegungen angestellt, als Baumaterial für diese feste Verbindung zwischen Sylt und dem Festland Teile des Morsum-Kliffs abzutragen. Zum Glück vereitelten Privatinitiativen diesen Plan.

Sylt: Morsum

Sylt: Morsum

Morsum

Morsum ist ein Ortsteil der Gemeinde Sylt auf der Nordseeinsel Sylt. Er liegt im Osten der Insel in einer Heidelandschaft. Zu beiden Seiten des Ortes liegt der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Bei Morsum beginnt der Hindenburgdamm, der die Insel Sylt mit dem Festland verbindet.

Der von etwa 1.100 Einwohnern bewohnte Ort Morsum war im 9. Jahrhundert eines der ersten Siedlungsgebiete der Friesen auf Sylt und bis zum Ende des 17. Jahrhunderts das größte Dorf der Insel. Urkundlich erwähnt wurde der Ort erstmals 1462.

Auf Sylt ist – wie auch auf den nordfriesischen Nachbarinseln – motorisierter Individualverkehr zugelassen. Morsum erreicht man über ein gut ausgebautes Straßennetz. Der Bahnhof in Morsum ist Haltepunkt des Nah- und Regionalverkehrs der Nord-Ostsee-Bahn. Die Linienbusse der Sylter Verkehrsgesellschaft verbinden den Ort mit der Inselmetropole Westerland.

Das Morsum-Kliff befindet sich an der Wattseite der Insel. Das Kliff steht seit 1923 unter Naturschutz. Durch die Eiszeit-Gletscher wurden hier viele Erdschichten, unter anderem Glimmerton, Limonitsandstein und Kaolinsand auf engem Raum zusammengepresst.

Sylt: Archsum

Sylt: Archsum

Archsum

Archsum ist ein Dorf auf der Nordseeinsel Sylt. Archsum war bis 1970 selbständige Gemeinde und nach ihrer Eingemeindung Teil der bis 2008 bestehenden Gemeinde Sylt-Ost, die am 1. Januar 2009 ihrerseits in der neu gebildeten Gemeinde Sylt aufging. Archsum liegt rund sechs Kilometer südöstlich von Westerland zwischen den Dörfern Morsum und Keitum und wird vom Amt Landschaft Sylt verwaltet. Auf einer Fläche von 680 Hektar leben rund 300 Einwohner.

Sturmfluten suchten Archsum immer wieder heim. Missernten trugen ebenfalls zum Sinken der Bevölkerungszahl bei. 1961 wurde Archsum Luftkurort. Der Tourismus ist seit dieser Zeit von großer Bedeutung.

Vor dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl im Jahr 1939 auf 306 Menschen. Die Hälfte davon entfiel jedoch auf den Reichsarbeitsdienst, der Arbeiter für den Bau des Nössedeichs hier in Lagern unterbrachte.

Sehenswürdigkeiten sind im Süden des Dorfes am Deich ein 4.500 Jahre altes Ganggrab und außen vor dem Deich zwei Megalithgräber, einige Grabhügel und alte Siedlungshügel in der Gemarkung als Hügel erkennbar und der Rest des Ringwalles der „Archsumburg“, utlandfriesische Häuser prägen das Ortsbild.

Sylt: Wenningstedt-Braderup

Sylt: Wenningstedt-Braderup

Wenningstedt-Braderup

Wenningstedt-Braderup ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Sie erstreckt sich von der Westküste der Insel Sylt bis an die Ostküste und liegt nördlich des Hauptortes Westerland. Wenningstedt liegt am Rande der Dünenlandschaft auf dem Roten Kliff. Unterhalb des Kliffs liegt, über die gesamte Länge des Ortes, ein Sandstrand, der insbes. im Sommer als bewachter Badestrand die Haupt-Touristenattraktion ist.

Nordöstlich des Ortes befindet sich die Braderuper Heide. Diese urwüchsige Heidelandschaft wurde bereits in den 1920er Jahren zum Naturschutzgebiet erklärt und zählt heute zu den natürlichen Sehenswürdigkeiten der Insel.

Der Tourismus in Wenningstedt profitiert auch von den beiden in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen 18-Loch-Golfplätzen, die seit Mitte der 1980er-Jahre entstanden sind.

In der Zeit der NS-Diktatur besaß Hermann Göring ein Sommerhaus bei Wenningstedt. Während des Zweiten Weltkriegs war in den Dünen nordwestlich von Wenningstedt, in etwa in Höhe des heutigen Campingplatzes, eine schwere Seezielbatterie stationiert.