Browsed by
Monat: September 2015

Gardasee: Monte Baldo

Gardasee: Monte Baldo

Monte Baldo

Der Monte Baldo ist ein zwischen Gardasee und Etsch gelegener, etwa 30 Kilometer langer Bergrücken, der zum Gebirgszug der Gardaseeberge zählt.

Von Malcesine führt eine Seilbahn auf den Monte Baldo, die auch von Wanderern und Mountainbikern genutzt wird, die die Schotterpisten als Downhillstrecken nutzen. Auch als Startplatz für Gleitschirmflieger ist der Monte Baldo auf Grund seiner leichten Erreichbarkeit über die Seilbahn und der enormen Höhendifferenz (rd. 1.680 m) zum Landeplatz in Malcesine äußerst beliebt.

Für Botaniker ist die Vegetation am geschützten Osthang eine Fundgrube von Arten. Etliche Pflanzenarten kommen in Europa nur hier vor, sind also endemisch, wie z.B. die Monte-Baldo-Segge. Das liegt daran, dass der Monte Baldo ein Nunatak ist, also ein Berg, der durch die Eiszeiten hindurch immer aus der Eisdecke herausragte. Er war damit Rückzugsort für Pflanzen und Tiere, die dort als Relikte bis heute überleben konnten oder infolge der Isolation neue Arten bildeten.

Der Monte Baldo hat keinen ausgezeichneten Gipfel, aber einige Spitzen: Monte Altissimo di Nago (2.078 m), Cima del Longino (2.180 m), Cima delle Pozzette (2.132 m), Cima Valdritta (2.218 m) und Punta Telegrafo (2.200 m). Den tiefsten Einschnitt im Bergrücken des Monte Baldo bildet der Sattel Bocca di Navene auf 1.425 m.

Gardasee: Malcesine

Gardasee: Malcesine

Malcesine

Die am Ostufer des Gardasees liegende Stadt Malcesine wird häufig als „Perle des Gardasees“ bezeichnet. Mit diesem Begriff werden jedoch oft auch andere Orte wie Riva del Garda oder Limone sul Garda in Verbindung gebracht. Heute ist die Stadt stark vom Tourismus geprägt.

Neben den Orten Riva del Garda und Nago-Torbole ist Malcesine als Stadt im Norden des Gardasees bei Windsurfern, Kitesurfern und Seglern aufgrund ihrer Lage teilweise noch für den Einstieg bei den beiden Hauptwinden des nördlichen Gardasees Pelér und Ora beliebt. Von Malcesine aus führt eine Seilbahn zu der auf 1760 Meter gelegenen Ortschaft Tratto Spino im Monte Baldo-Massiv.

Geprägt ist das Bild durch die Altstadt mit ihren vielen engen Gassen und der von weithin sichtbaren Skaligerburg. Diese steht auf einem Felsvorsprung direkt am Ufer des Sees und gewährt vom Turm aus einen Blick über den Ort und den See. Die alte Kernburg mit Palas und Bergfried wurde durch die Scaliger errichtet. Im untersten Hof steht heute der „Palazzo Inferiore“, den Venedig 1620 für seine Garnison errichten ließ.

Auch Goethe machte 1786 während seiner berühmten „Italienischen Reise“ Station in Malcesine. Dabei wurde er sogar kurz wegen Spionageverdachts festgehalten, als er beim Zeichnen der Skaligerburg beobachtet wurde. Dennoch zeigte er sich in seinen Tagebuchaufzeichnungen fasziniert von dem Ort und seinen Menschen.

Gardasee: San Felice del Benaco

Gardasee: San Felice del Benaco

San Felice del Benaco

San Felice del Benaco ist eine italienische Gemeinde mit ca. 3500 Einwohnern. Sie gehört zur Provinz Brescia in der Region Lombardei.

Die weitläufige Gemeinde liegt am südwestlichen Ufer des Gardasees in der reizvollen Hügellandschaft der Valtenesi, einer Endmoränenlandschaft, die mit ihren Weinbergen, den Olivenbaum- und Zypressenhainen und den kleinen Dörfern auf den Hügelkuppen an die Toscana erinnert. Der Beiname der Ortschaft leitet sich ab von der antiken Bezeichnung für den Gardasee, dem lacus Benacus.

Der Ortskern liegt etwa zwei Kilometer von Seeufer entfernt. Im Zentrum dominiert die Pfarrkirche Santi Felice, Adauto e Flavia aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Im Innern befinden sich Gemälde und Fresken, unter anderem in der Apsis die Muttergottes mit San Felice und anderen Heiligen. Als campanile dient ihr der Turm einer alten Skaligerfestung.

Etwas außerhalb des Ortes liegt südlich das Santuario della Madonna del Carmine. Die außen schmucklose ehemalige Karmeliterkirche aus dem 15. Jahrhundert ist ein beliebtes Wallfahrtsziel und entstand in den Jahren 1452 bis 1482.

Gardasee: Ronzo-Chienis

Gardasee: Ronzo-Chienis

Ronzo-Chienis

Ronzo-Chienis ist eine nordostitalienische Gemeinde mit ca. 1.000 Einwohnern im Trentino in der Region Trentino-Südtirol. Die Gemeinde liegt etwa 24 km südwestlich von Trient im Val di Gresta und gehört zur Comunità della Vallagarina.

Gardasee: Torbole

Gardasee: Torbole

Torbole

Torbole liegt am nördlichen Teil des Gardasees, direkt an der Küstenstraße Gardesana Orientale. Der Ort selbst liegt 68 m über dem Meeresspiegel. Hier mündet die Sarca in den Gardasee, die diesen als Mincio bei Peschiera del Garda wieder verlässt.

Wie auch das umliegende Gebiet ist Torbole ein beliebtes Tourismus-Ziel. Vor allem bei Windsurfern ist der Ort aufgrund der konstanten Winde sehr beliebt. Darüber hinaus bieten die umgebenden Gardaseeberge unzählige Möglichkeiten für Mountainbiketouren sowie Wander- und Kletterrouten.

Zollhäuschen – Auf einer Mole im Hafenbecken steht ein kleines Zollhaus, welches bis zum Ersten Weltkrieg die Grenze zwischen Italien und Österreich markierte. Die Ursprünge des Häuschens liegen vermutlich noch weiter zurück, da ein Relief an der Außenmauer an die venezianische Zeit erinnert. In den Sommermonaten wird das Zollhaus zum Teil als Bar genutzt.

Es gibt in Torbole eine Gedenktafel, die an Johann Wolfgang von Goethes Besuch am Gardasee erinnert.

Gardasee: Monte Stivo

Gardasee: Monte Stivo

Monte Stivo

Der Monte Stivo ist ein 2059 hoher Berg in den Gardaseebergen östlich von Arco und Riva del Garda im Nordosten des Gardasees in Italien.

Routen zum Gipfel: Talort ist Ronzo-Chienis. Eine Route beginnt bei einem Parkplatz oberhalb des Passo S. Barbara (1270 m). Von dort verläuft eine Privatstraße zunächst in nordöstlicher und nördlicher Richtung.

Es folgt ein Wirtschaftsweg, der durch einen Wald und über die Alm le Prese durch die Südflanke des Monte Stivo zunächst zur Malga Stivo (1768 m) führt. Von dort geht ein Bergpfad in Serpentinen zum Rifugio Prospero Marchetti (2012 m) und dann auf den Gipfel.

Gardasee: Arco

Gardasee: Arco

Arco

Arco ist eine Stadt mit ca. 20.000 Einwohnern ca. fünf Kilometer nördlich des Gardasees am Unterlauf des Flusses Sarca. Arco liegt in der Provinz Trient. Zusammen mit der Nachbargemeinde Riva del Garda bildet Arco ein zusammenhängendes Siedlungsgebiet von mehr als 30.000 Einwohnern.

Durch seine geschützte Lage umgeben von Bergen (Gardaseeberge, Ausläufer der Brenta-Gruppe) und die Nähe zum Gardasee herrscht in Arco ein Mikroklima, das z.B. das Wachstum von Palmen begünstigt. Die Stadt gilt als Luftkurort.

In den Parkanlagen der Stadt verfügt Arco über ein bedeutendes Arboretum, das auch Mammutbäume beherbergt. Die Stadt wird jedes Jahr ab Frühling von zahlreichen Touristen bevölkert. Die größte Gruppe machen dabei die Kletterer und Mountainbiker aus.

Arco ist durch seine Lage ein beliebtes Klettergebiet. Die Berglandschaft um Arco bietet Sportklettergebiete wie auch viele längere alpine Touren bis zu 1000 m Kletterlänge. Jedes Jahr im September findet der Rock Master, ein Kletterwettkampf statt. Vom 2. bis 10. Juli 2011 war Arco der Austragungsort der elften Weltmeisterschaft im Klettern.

Gardasee: Santa Barbara

Gardasee: Santa Barbara

Santa Barbara

Die Kirche wurde von den Bergleuten beim Bau eines Wasserkraftwerks gebaut. Sie ist über den Weg 404 von der Via Monte Oro in Riva del Garda aus zu erreichen und bietet einen herrlichen Blick auf den Gardasee und die Stadt.

Die Kapelle von Santa Barbara ist von Riva aus gut sichtbar, genau über dem “Bastione”. Sie wurde während des Baues des Elektrowerkes und der Rohrleitungen um 1925 errichtet, und ist der Schutzpatronin der Bergleute gewidmet. Das Wasser wurde durch die Leitungen vom Ledrosee zum Elektrowerk gepumpt, um Strom zu produzieren.

Die Santa Barbara Kapelle selbst ist sehr klein und offen gebaut. Auf den Treppen und Plateaus davor kann man den Blick auf die Stadt Riva del Garda und das Umland mit der Stadt Arco und dem Monte Brione genießen, die wie eine große lebende Landkarte ausgebreitet in der Tiefe liegen. Hierfür sollte man durchaus längere Zeit einplanen, vor allem, wenn man Riva schon ein wenig kennt. Der Blick von oben bietet im wahrsten Sinne völlig neue Perspektiven auf Stadt und Umland.

Der erste und leichte Teil der Wanderung zur Kapelle führt über die Bastion und dauert ca. 20-30 Minuten. Der zweite Teil ist deutlich anstrengender. Für den Aufstieg sollte man 1,5 Stunden einplanen. Er ist recht steil und überwiegend sehr steinig. Der Abstieg von der Bastion dauert nur etwa 15 Minuten, von der Santa Barbara Kapelle muss man mit gut einer Stunde rechnen, vielleicht auch 1,5 Stunden.

Gardasee: Bastione

Gardasee: Bastione

Bastione

Die Festung “Il Bastione”, aus grauem Naturstein, am Hang des Monte Rocchetta, ist eines der Symbole von Riva del Garda, das aus seiner Höhe die Stadt und den See dominiert.

Sie wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts errichtet, d. h. unmittelbar nach der venezianischen Domäne von Riva, um dem unterhalb liegenden Ort und seinen Einwohnern mehr Sicherheit zu garantieren. 1703 wird die Festung durch die von General Vendôme angeführten Truppen zerstört, die den Zentralkomplex verminten und somit das Befestigungswerk unbrauchbar machten.

Die Festung ist vom Hafen in Riva in wenigen Minuten über eine Straße erreichbar, die durch den Schwarzkiefernwald der Rocchetta führt. Renovierungsarbeiten sollen zur Erhaltung der Festung „Il Bastione“ beitragen. Ein Info-Punkt in den angrenzenden Räumen gibt Auskünfte über die gemachten Entdeckungen und die geleistete Arbeit.

Die Wanderung zur Bastione beginnt an der Gardasana Occidentale, der von Riva nach Süden in Richtung Limone führenden Uferstraße (Wanderweg Nr. 404). Der Weg zur Bastion führt in etwa 30 Minuten, zunächst an alten Villen vorbei, in vielen Serpentinen stetig bergauf. Der Weg ist gepflastert und gerade so breit, dass ein Auto dort fahren kann.