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Monat: Dezember 2016

Neuseeland: Südinsel: Moeraki Boulders

Neuseeland: Südinsel: Moeraki Boulders

Moeraki Boulders

Die Moeraki Boulders sind eine Anzahl ungewöhnlich großer kugelförmiger Konkretionen an der Koekohe Beach an der Küste von Otago auf der Südinsel zwischen Moeraki und Hampden. Die grau gefärbten Septarien liegen einzeln oder in Gruppen an der Küste. Die Erosion des hier an der Küste anstehenden Schluffsteins durch die Wellen legt regelmäßig weitere Kugeln frei.

Das wichtigste Merkmal der Konkretionen ist ihre ungewöhnliche Größe und ihre Kugelform. Die Steine unterteilen sich hinsichtlich ihrer Größe deutlich in zwei Gruppen: etwa ein Drittel hat 0,5 bis 1 m Durchmesser, die restlichen zwei Drittel 1,5 bis 2,2 m. Die Mehrzahl ist nahezu perfekt kugelförmig, einige wenige parallel zur Schichtung des Schluffsteins, der sie einst umgab, oval geformt.

Analysen unter Verwendung von optischen Verfahren, Kristallstrukturanalyse und Elektronenstrahlmikroanalyse stellten fest, dass die Kugeln aus Schlamm, feinem Lehm und Ton bestehen, die von Calcit zusammengekittet werden. Der Grad der Kalzinierung reicht von relativ gering im Inneren der Kugeln bis zu ziemlich stark in der Außenschale, die zu 10 bis 20 % aus Calcit besteht, da er hier Lehm und Ton nicht nur zusammenhält, sondern diese teilweise ersetzt hat.

Die Moeraki Boulders entstanden durch Zementation durch Calcit aus Porenwasser aus paläozänen Sedimenten, aus denen sie später durch Erosion freigelegt wurden. Die Kugelform zeigt, dass die Kugeln durch Diffusion des Calciums und nicht durch eine fließende Flüssigkeit erzeugt wurden.

Neuseeland: Südinsel: Dunedin

Neuseeland: Südinsel: Dunedin

Dunedin

Dunedin – offiziell Dunedin City genannt – ist die zweitgrößte Stadt der Südinsel Neuseelands und der Verwaltungssitz der Region Otago. Der Name Dunedin stellt die anglisierte Form des schottisch-gälischen Namens Dùn Èideann für die schottische Stadt Edinburgh dar und bedeutet Festung am Hügelhang.

Die Zeit vom Goldrausch bis zur Jahrhundertwende waren die erfolgreichsten Jahre Dunedins. Wichtige politische Beschlüsse führten zu weitreichenden Veränderungen und zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wachstum. Die Stadt wurde zum wichtigsten wirtschaftlichen und kulturellem Zentrum des Landes. Die größten neuseeländischen Firmen hatten hier ihren Hauptsitz. Dunedin war zur größten und reichsten Stadt des Landes geworden.

Der wirtschaftliche Absturz der Stadt kam mit dem technischen Wandel um die Jahrhundertwende ins 20. Jahrhundert und war dem fehlenden Engagement der wirtschaftlichen Elite der Stadt geschuldet. Viele der reich gewordenen Einwohner setzten sich zur Ruhe oder kehrten zurück nach Australien oder England. Mit dem wirtschaftlichen Wachstum der Nordinsel konnte Dunedin nicht mithalten.

Dunedins ältester und wichtigster Wirtschaftszweig ist der Bildungssektor. Als einstmals größte und reichste Stadt des Landes hatte Dunedin die erste Universität im Land und brachte die erste täglich erscheinende Zeitung heraus, die Otago Daily Times. Trotz aller Bemühungen, Dunedin wirtschaftlich wieder auf die vordersten Plätze zu bekommen, liegt die Stadt nach dem durchschnittlichen Brutto-Einkommen ihrer Bürger, verglichen mit allen anderen Städten und Regionen, immer noch am unteren Ende der Skala.

Neuseeland: Südinsel: Christchurch City

Neuseeland: Südinsel: Christchurch City

Christchurch

Christchurch – offiziell Christchurch City genannt – ist eine eigenständige Gebietskörperschaft in der Region Canterbury an der Ostküste der Südinsel von Neuseeland. Christchurch gilt als die „englischste“ Stadt Neuseelands, was sich heute noch in der Architektur nachvollziehen lässt. Der Maori-Name der Stadt ist Mtautahi, benannt nach einem Häuptling der Maori, der am Avon River siedelte.

Christchurch City liegt zumeist unter dem Einfluss nordöstlicher Winde. Südwestliche Winde sind am zweithäufigsten anzutreffen. Die jährlichen Niederschlagsmengen sind im Stadtgebiet ungleich verteilt. Mit Sonnenschein kann das Stadtgebiet um die 2000 Stunden pro Jahr aufwarten.

Am 22.02.2011 ereignete sich um 12:51 Uhr ein schweres Erdbeben mit der Stärke 6,3. Da das Epizentrum des Bebens nur zehn Kilometer südwestlich vom Stadtzentrum entfernt und das Hypozentrum in nur fünf Kilometern Tiefe lag, richtete es große Schäden an. Etliche Gebäude stürzten ein, wobei das Stadtzentrum am stärksten betroffen war. Nach offiziellen Angaben kamen 185 Menschen ums Leben.

Infolge des Erdbebens verließen innerhalb einer Woche nach dem Beben schätzungsweise rund 70.000 Menschen die Stadt. Bis 2016 wurden 12.000 Häuser im Osten der Stadt abgerissen. Nach wie vor ist nicht klar, ob und wenn ja, in welcher Form wieder an gleicher Stelle die Kathedrale entstehen soll. Das Hauptproblem beim allgemeinen Wiederaufbau ist die Bodenverflüssigung: Christchurch liegt in einem küstennahen Schwemmgebiet, das trockengelegt wurde.

Neuseeland: Südinsel: Milford Sound

Neuseeland: Südinsel: Milford Sound

Milford Sound

Der Milford Sound ist ein Fjord auf der Südinsel. Der 15 km lange Fjord ist die wichtigste Touristenattraktion des Fiordland-Nationalparks im Südwesten der Insel und gehört somit auch zum Weltnaturerbe der UNESCO. Der Milford Sound wurde nach dem walisischen Ort Milford Haven benannt. Rudyard Kipling hatte den Sound einmal das achte Weltwunder genannt.

Der Fjord entstand durch die Gletscherbewegungen der Eiszeiten. Die höchste Erhebung ist der Mitre Peak (Bischofshut) mit 1692 Metern. Durch Steigungsregen an den direkt anschließenden neuseeländischen Alpen gehört der Milford Sound zu den regenreichsten Gebieten der Erde. Jährlich fallen hier bis zu 8000 mm Niederschlag.

Das Wasser des Fjordes bildet zwei Schichten. Das schwerere salzhaltige Meerwasser wird von einer Schicht Süßwasser überdeckt. Diese enthält viele durch den starken Regen aus dem Boden gelösten Gerbstoffe. Dadurch herrschen im darunter liegenden Salzwasser Lichtverhältnisse die es sonst nur in weit größeren Tiefen gibt. So lassen sich im Milford Sound Flora und Fauna der Tiefsee beobachten.

Die natürliche Schönheit dieser Gegend zieht jeden Tag Tausende Besucher an. Von Queenstown aus dauert eine Autofahrt zum Milford Sound über fünf Stunden. Schneller geht es von Te Anau, wo die 119 km lange Milford Road beginnt, welche extra für touristische Zwecke angelegt wurde. Die Fahrt führt durch unveränderte Gebirgsregionen, vorbei an den Mirror Lakes, Lake Gunn mit seinem mit Moosen und Farnen bewachsenen Zauberwald, bevor der 1200 m lange Homer Tunnel durchfahren wird, der sich in eine mit Regenwald bedeckte Schlucht öffnet, die zum Milford Sound führt.

Berühmt unter Wanderern sind die mehrtägigen Wandertouren rund um den Milford Sound. Die bekannteste unter ihnen ist der Milford Track, der rund 4 Tage dauert und zwischen Oktober und April auf eine bestimmte Anzahl von Wanderern beschränkt wird.

Neuseeland: Südinsel: Te Anau

Neuseeland: Südinsel: Te Anau

Te Anau

Te Anau ist eine kleine Stadt am Rande des Fjordlandes. Sie liegt am Ufer des Lake Te Anau, des zweitgrößten Sees des Landes. Der Name des Sees und damit auch des Ortes geht vermutlich auf das Höhlensystem Te Anau Caves zurück.

Te Anau liegt an der Grenze zum Fiordland-Nationalpark und ist deshalb stark auf den Tourismus eingestellt: Es bestehen Unterkünfte für etwa 3000 Besucher; es starten hier Busse und Rundflüge zum 120 Kilometer nördlicher gelegenen Milford Sound sowie viele Wanderungen ins Fiordland.

Unweit des Ortes beginnt bzw. endet der Wanderweg Kepler Track, einer der sogenannten Great Walks. In einem Besucherzentrum am Ortseingang kann man sich darüber informieren. Per Boot kann man zu den Te Anau Caves fahren, einem Höhlensystem mit einem unterirdischen Wasserfall und Glühwürmchen.

Der Ort ist durch den State Highway 94 und den State Highway 95 mit den nächstgelegenen Siedlungen verbunden. Im Süden besteht eine Straßenverbindung nach Manapouri, im Südosten nach Invercargill und im Osten nach Gore. Te Anau ist Bestandteil der Southern Scenic Route.

Neuseeland: Südinsel: Cromwell

Neuseeland: Südinsel: Cromwell

Cromwell

Cromwell ist eine Stadt im Central Otago District der Region Otago auf der Südinsel. Cromwell liegt an der Flussmündung des Kawarau Rivers in den Clutha River, direkt zwischen den Dunstan Mountains im Osten und den Pisa Range im Westen unterhalb des Lake Dunstan, der nach der Fertigstellung des Clyde Dam 1992 geflutet wurde.

Stadt und Umland leben von der Landwirtschaft, der Kultur des Weinanbaus und vor allem vom Obstanbau, der die Werbeexperten der Stadt dazu veranlasste, die Stadt als die „Fruchtschale des Südens“ anzupreisen. Neben dem Dienstleistungsgeschäft wird der Tourismussektor auch hier zu einem immer wichtigeren Wirtschaftszweig für die Region.

Cromwell hat in den letzten Jahren erfolgreich sein Image als Stadt des Staudamms abgebaut und auf den Tourismus gesetzt. Der Clyde-Staudamm, gebaut zur Stromerzeugung, bleibt als drittgrößter Staudamm Neuseelands mit einer Leistung von 400 Megawatt gleichwohl weiterhin bestimmend für die Stadt.

Wie fast überall in Otago bestimmt das Tussockgras das Landschaftsbild. In den unteren Regionen der Berghänge sind die Teebäume Manuka und Kanuka zu finden, sowie der dornige Wild Irishman. In den Flusstälern blühen über den Frühling und den zeitweise trockenen und sehr warmen Sommer hinweg zahlreiche Wildblumen.

Neuseeland: Südinsel: Mt. Cook Village

Neuseeland: Südinsel: Mt. Cook Village

Mt Cook Village

Der Mount-Cook-Nationalpark wurde 1953 eingerichtet und umfasst eine alpine Hochgebirgslandschaft, die an den Westland-Nationalpark angrenzt. Gemeinsam mit dem Westland-, dem Fiordland- und dem Mount-Aspiring-Nationalpark bildet der Mount-Cook-Nationalpark die sogenannte Te Wahipounamu World Heritage Area. Namensgeber des Nationalparks ist der Mount Cook, mit 3724 m der höchste Berg der Neuseeländischen Alpen. Seit 1990 gehört das Gebiet zum Weltnaturerbe der UNESCO. Mount Cook Village ist der nahegelegenste Ort am Mount Cook.

Ausgangspunkt für zahlreiche Freizeitaktivitäten (Wandern, Bergsteigen, Skifahren, Rundflüge) ist der Ort Mount Cook Village, der auch Übernachtungsmöglichkeiten bietet. Im Park selbst gibt es 17 Schutzhütten für Bergwanderer.

Sir Edmund Hillary nutzte den Mount Cook, den höchsten Berg Neuseelands, dazu, sich auf die Eroberung des Mount Everest vorzubereiten. Eine Ngai-Tahu-Legende erzählt von Aoraki und seinen drei Brüdern, den Söhnen des Himmelsvaters Rakinui.

Es gibt 10 kurze Wanderungen, die alle in der Nähe des Dorfs starten. Sie sind deutlich ausgeschildert und gut begehbar. Für den Red Tarns Track, den Kea Point und den Hooker Valley Track sollte man jeweils rund zwei Stunden einplanen. Für erfahrenere Bergwanderer gibt es drei interessante Bergpasstouren: über den Mueller-Pass, den Copland-Pass und den Ball-Pass.

Neuseeland: Südinsel: Lake Pukaki

Neuseeland: Südinsel: Lake Pukaki

Lake Pukaki

Der Lake Pukaki ist der größte von drei annähernd parallel in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Seen am Nordrand des Mackenzie-Beckens. Die anderen beiden sind der Lake Ohau und der Lake Tekapo. Der Lake Pukaki ist Teil der atemberaubendsten neuseeländischen Landschaft, wo höchste Berge, von Gletschern gespeiste alpine Seen und die goldfarbenen Tussock Büschelgräser vor einem endlosen Himmel verschmelzen. Einzigartig und wunderschön.

Alle drei Seen entstanden durch sich zurückziehende Gletscher, deren Tal durch die Ablagerung ihrer Endmoräne blockiert wurde. Der Zufluss an Gletscherwasser gibt den Seen eine typische blaue Farbe, die durch feine Partikel aus dem Abrieb des Gletscheruntergrundes entsteht.

Der Abfluss des Sees, der Pukaki River, liegt am Südende des Sees. Der See ist der obere Teil des Wasserkraftprojektes am Waitaki River. Nahe dem Abfluss gibt es mehrere Dämme und Kanäle, die ihn mit dem Lake Tekapo und Lake Ruataniwha verbinden.

Der See ist 8 km breit und 15 km lang. Lake Pukaki wird an seinem nördlichen Ende gespeist von dem vielverzeigten Tasman River und dem Hooker River. Die Flüsse beziehen ihr Wasser zum Teil von den schmelzenden Tasman Glacier und Hooker Glacier, die sich in der Nähe des Mt. Cook / Aoraki im Osten der Southern Alps befinden.