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Monat: Mai 2007

Irland: Battle of the Boyne

Irland: Battle of the Boyne

Battle of the Boyne

Die Schlacht am Boyne (12. Juli 1690) ist ein entscheidendes Ereignis der irischen und nordirischen Geschichte. Am Fluss Boyne siegte König Wilhelm III. von England über den ehemaligen englischen König James II.. Dieser Sieg wird noch heute von den protestantischen Traditionsverbänden in Nordirland gefeiert, was stets Anlass zu Unruhen zwischen protestantischen und katholischen Gruppen liefert.

Hintergrund der historischen Schlacht an den Ufern des Boyne war der Kampf zwischen dem protestantischen Wilhelm von Oranien und dem katholischen James II., der 1688 zur Abdankung gezwungen worden war und mit französischer und irischer Unterstützung versuchte, den englischen Thron zurück zu erobern.

James hatte beim erfolglosen Versuch, Londonderry und Enniskillen einzunehmen, große Verluste erlitten und konnte nur noch auf 7.000 französische Infanteristen, irische Kavallerie und frisch ausgehobene irische Infanterie und Dragoner zurückgreifen. Ihm standen etwa 21.000 Mann zur Verfügung.

Wilhelm von Oranien führte eine deutliche Übermacht, bestehend aus holländischen Blauen Garden, zwei Regimentern französischer Hugenotten und dänischen, preußischen, finnischen und Schweizer Söldnern ins Feld, insgesamt 35.000 Mann.

Irland: Hill of Tara

Irland: Hill of Tara

Hill of Tara

Tara möglicherweise „Ort der schönen Aussicht“ ist ein Hügel im County Meath in Irland, auf dem sich zahlreiche vorzeitliche und frühgeschichtliche Monumente befinden.

Der Legende nach war hier der Sitz der Hochkönige von Irland. Von hier sollen über 140 Könige der südlichen ONeill geherrscht haben. Als Garant gesellschaftlich-kultureller Einheit der Provinzen Irlands wurde und ist Tara jedoch ein wichtiges Symbol irischer nationaler Einheit und Identifikation. Dazu trugen besonders die Überlieferungen im Book of Leinster (ca. 1160) und im Yellow Book of Lecan (um 1400) bei, die es von anderen Königssitzen so nicht gibt.

Auf dem King Seat findet sich auch der sogenannte Krönungsstein oder Stone of destiny, der Lia Fail, das bekannteste Monument der Anlage, das mit dem legendären Lia Fáil identisch sein soll und als Symbol irischer nationaler Einheit dem schottischen Stone of Scone entspricht.

Von der Anlage des »Hill of Tara« sind lediglich einige von Gras überwucherte Grundrisse erkennbar. Aktuell ist der Hügel und das ganze Tal von der Autobahn M3 durch das Tara-Skryne-Tal bedroht, die in einer Entfernung von 1,2 Kilometern am Hügel vorbeiführen soll.

Wie man auf dem Bild sieht ist ingesamt wenig zu sehen …

Irland: Hill of Slane

Irland: Hill of Slane

Hill of Slane

Von historischer Bedeutung ist der Hill of Slane, der etwa einen Kilometer nördlich des Dorfes Slane an der N2 liegt. Da der Hügel vom Hill of Tara aus gut zu sehen ist, wird vermutet, dass es zwischen den beiden Hügeln in vorchristlicher Zeit kultische Verbindungen gab.

Der Heilige Patrick gründete auf dem Hügel eine Kirche, aus der später, nach seinem Tod, ein Kloster wurde.

Slane verlor im 12. Jahrhundert seinen Status als Bischofssitz und das Kloster verfiel. An gleicher Stelle errichtete Sir Christopher Flemmyng im 15. Jahrhundert ein franziskanisches Kollegiatsstift, dessen Überreste noch heute zu sehen sind. Wegen seiner Aussicht wird der Turm gern von Touristen aufgesucht.

Nach alter Druidentradition wurde auf dem Hügel von Tara das Frühlingsfeuer entzündet. Der Heilige Patrick griff diese Tradition auf und entzündete auf dem Hill of Slane im Jahr 432 sein eigenes Osterfeuer noch vor den Druiden, besiegte sie so und brachte das Christentum nach Irland.

Irland: Monasterboice

Irland: Monasterboice

Monasterboice

Monasterboice ist die Anlage einer Klosterruine in Irland in der Grafschaft Louth, gegründet von Saint Buite. Sie wurde 1097 nach einem Brand aufgegeben, aber der Friedhof wird, wie in Irland üblich, noch heute benutzt. Bekannt ist sie für ihren Rundturm und die drei Sandstein-Hochkreuze aus dem 9. Jahrhundert.

Auf dem Gelände steht ein gut erhaltener, 35 m hoher Rundturm aus Naturstein, dem nur sein Dach fehlt.

Das Kreuz von Muiredach ist 5,2 m hoch. Sein Ornament und die Szenen sind bestens erhalten. Die der Ostseite – aus dem Alten Testament – zeigen Christus, von den Römern verspottet, oben Adam und Eva im Garten Eden und Kain, der Abel erschlägt. Im Westen trägt es Szenen aus dem Neuen Testament. Seinen Namen erhielt es durch eine Inschrift im Sockel, die erzählt, dass es von Muiredach aufgestellt wurde.

Das große Kreuz oder Westkreuz ist mit 6,5 m Höhe das größte in Irland. Besonders ist die Darstellung der Kreuzigung Jesu. Wegen seiner Größe sind viele Bilder eingemeißelt.

Unbedingt zu empfehlen ist ein Besuch in Monasterboice.

Irland: Newgrange

Irland: Newgrange

Newgrange

Newgrange oder ursprünglich wohl „Wohnstatt der (Göttin)“ bezeichnet ein gewaltiges Hügelgrab in der irischen Grafschaft Meath am Fluss Boyne. Vom Typ her handelt es sich um ein Passage tomb (dt. Ganggrab) mit kreuzförmiger Kammer und Kraggewölbe, was nicht sehr häufig ist, aber auch auf Anglesey und Orkney vorkommt.

Knowth ist als Teil des Komplexes, eine große Ansammlung von vorzeitlichen Megalithanlagen bei Donore im Boyne Valley. Sie besteht aus dem Haupthügel und rund 20 kleineren Satellitenanlagen die 1 km nord-westlich von Newgrange und 2 km westlich von Dowth liegen. Der Haupthügel übertrifft in seiner Größe beinahe alle Megalithanlagen Irlands.

Auch wenn die Bauwerke heute als Ganggräber bezeichnet werden, liegt der eigentliche Zweck dieser Bauwerke noch im Dunkeln der Geschichte. Naheliegend ist jedoch eher eine kultische Nutzung, da die architektonische Gestaltung vollkommen auf den Lauf der Sonne und der Gestirne ausgerichtet war.

Daß sich die Baumeister wirklich Gedanken gemacht haben, sieht man auch am schichtweisen Aufbau der Ganggräber. Hier wechseln sich tragende und dämpfende Schichten unterschiedlichster Gesteine und Erden regelmäßig ab. Selbst nach über 5.000 Jahren sind die Bauwerke noch vollkommen wasserdicht. Da es in der Umgebung kaum geeignetes Material gab, wurden Steine und tonnenschwere Felsplatten teilweise aus bis zu 17 km Entfernung herbeigebracht. Eine technische Meisterleistung.

Irland: Giant’s Causeway

Irland: Giant’s Causeway

Giant's Causeway

Der Giant’s Causeway („Damm des Riesen“) befindet sich an der nördlichen Küste des County Antrim in Nordirland. Die UNESCO rechnet ihn zum Weltnaturerbe. Er besteht aus etwa 40.000 gleichmäßig geformten Basaltsäulen, die ein Alter von etwa 60 Millionen Jahre aufweisen. Die meisten der Säulen sind sechseckig, einige haben jedoch vier, fünf, sieben oder acht Ecken. Die größten der Steinbrocken sind bis zu 12 Metern hoch und das Gestein ist an manchen Stellen bis 25 Meter dick. Der Giant’s Causeway führt etwa fünf Kilometer entlang der Klippen und endet im Meer.

Nach einer irischen Legende soll der Damm vom Riesen Finn MacCool erschaffen worden sein, der die Steine aufgetürmt hat, um trockenen Fußes nach Schottland marschieren zu können, wo er die Tochter des dort ansässigen Riesen ehelichen wollte.

Wissenschaftlich wird die Entstehung des Basaltdammes als natürliches Abkühlungsphänomen von heißem Magma betrachtet. Basalt erstarrt zu Säulen, wenn der Abkühlungsprozess sehr langsam voranschreitet, wobei die Säulen immer senkrecht zur Abkühlungsfläche stehen. Daraus ist zu schließen, dass die Magmazufuhr in der Erde zum Erliegen gekommen und zu den bekannten Säulen erstarrt ist.

Die schönste Formation, das „Amphitheater“, mit Säulen bis zu fast 25 Metern Höhe und Klötzen, die wie Riesensitze wirken, erreicht man über einen schmalen Steg („Sheperd’s Path“).

Der „Fußweg des Riesen“, der Giant’s Causeway, ist wohl die größte Sehenswürdigkeit in Nordirland.

Irland: Musseden Temple

Irland: Musseden Temple

Musseden Temple/

In der Nähe des Ortes Downhill befindet sich eine der wohl absonderlichsten Sehenswürdigkeiten Nordirlands: In den frühen 1770ern ließ der protestantische Bischof von Derry, mit vollem Namen Frederick Augustus Harvey Earl of Bristol, dort den prunkvollen Downhill Palace erbauen. Seine einstige Pracht lässt sich heute jedoch nur noch erahnen, denn 1851 wurde der Palast von einer schweren Feuersbrunst heimgesucht, welche ihn bis auf die Grundmauern niederbrannte.

Der Bischof ließ im Jahre 1789 einen Rundtempel direkt auf den Rand der steil herabfallenden Klippen errichten, um dort in den milden Sommermonaten seine private Bibliothek unterzubringen. Da es im 18. Jahrhundert in der umliegenden Gegend keine einzige Kirche gab, erlaubte er den ansässigen katholischen Gläubigen außerdem einmal pro Woche, sich in diesem Gebäude zur Andacht zu versammeln.

Der Bischof muss nicht nur außerordentlich reich sondern auch ausgesprochen baufreudig gewesen sein. Denn 1778 ließ er auf dem weitläufigen Areal seines Besitzes (Bishop’s Gate genannt) ein stattliches Mausoleum für seinen verstorbenen Bruder errichten. Doch auch dieses Bauwerk stand unter keinem guten Stern: Es verlor 1839 während eines starken Sturmes seine Spitze.

Nachdem das Bauwerk vor einigen Jahren beinahe in den Atlantik zu stürzen drohte, nahm sich 1998 dankenswerterweise der National Trust dem Gebäude an. Der Felsen rund um den Mussenden Tempel wurde ein wenig verstärkt und er kann seitdem wieder besichtigt werden.

Irland: Malin Beg

Irland: Malin Beg

Malin Beg

Die Klippen von Slieve League in der Grafschaft Donegal gehören zu den höchsten Klippen in Europa und werden mit ihren 595 Metern Höhe, die steil ins Meer abfallen, in Reiseführern oft fälschlich als höchste Meeresklippen in Europa bezeichnet. Das westliche Ende der Slieve League ist Malin Beg.

Mit dem Auto fährt man von dem kleinen Ort Teelin über eine 8km lange schmale, abenteuerliche Straße am Carrigan Head vorbei zum 300 Meter hoch gelegenen Bunglass Point, von wo aus man einen sehr schönen Blick über die gesamten Klippen genießen kann.

Die Piste zum Malinbeg Bay zwängt sich vorbei an wilden Riffs und schäumender Gischt. Am Endpunkt nach 8 km die reinste Naturbühne mit einem von schwarzen Cliffs eingerahmten, goldgelben Beach: Silver Strand – einer der schönsten Strände Irlands.

Schön ist auch der One Man’s Pass. Diesen Pass sollten aber nur geübte Wanderer gehen, da dieses Teilstück aufgrund starker Winde und Böen und sehr schmaler Wege ein lebensgefährliches Unterfangen sein kann.

Ab Malin More bogen wir links ab bis „Malin Beg“ zum “ Silver Strand“. Jetzt bekamen wir Landschaften zu sehen, die wir den Cliffs of Moher gerne vorziehe. Erstens viel weniger bis gar keine Touristen, zweitens einen Blick bei wunderschönem Wetter und drittens landschaftlich für uns das schönste Gebiet das wir bisher von Irland zu sehen bekamen.