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Monat: Mai 2006

Italien: Toskana: Lucca

Italien: Toskana: Lucca

Lucca

Lucca ist die Hauptstadt der Provinz Lucca. Sie liegt im Tal des Flusses Serchio ca. 20 km nordöstlich von Pisa und 20 km östlich der toskanischen Küste. Ihre Befestigungsanlagen werden von 4 Toren durchbrochen, die 1504 begonnen und 1645 fertiggestellt wurden und die lange zu den bemerkenswertesten Italiens zählten. Sie sind heute noch gut erhalten und tragen eine von Bäumen gesäumte Promenade. Die Stadt hat ca. 80.000 Einwohner. Heute rühmt sich die Provinz Lucca das beste Olivenöl der Toskana zu produzieren.

Hier die Piazza del Mercato, die auch als Piazza dell’Anfiteatro bezeichnet wird. Im 2. Jh.n.Chr. errichteten die Römer hier ihr Amphitheater, auf dessen Mauern später die umliegenden Häuser errichtet wurden. Kurz vor der Villa Guinigi, die das Museo Nazionale beherbert, kommt man an dem Turm Torre Guinigi vorbei, der eines der wichtigsten Monumente von Lucca ist.

Kirche San Frediano. Ihre hohe und schmale Fassade leuchtet weithin durch das für die Toskana erstaunliche, goldgrundierte Mosaik im byzantinischen Stil, das Christus in der Mandorla über den 12 Aposteln zeigt, von zwei Engeln flankiert.

Der dreischiffige Dom San Martino entstand ab dem 6. Jh. und wurde im 19. Jh. restauriert. Dieser kunsthistorische Sakralbau der Stadt besitzt eines der zauberhaftesten Grabmäler der Frührenaissance: das Grabmal der Ilaria del Carretto, der zweiten Frau eines der strengsten Herren von Lucca, des Paolo Guinigi, die sehr jung im Kindbett stab.

Auf jeden Fall sollte man Fahrräder ausleihen und damit auf der breiten Stadtmauer die Stadtmauer umrunden. Interessant ist mit der Bergbahn von Lucca nach Aula zu fahren. Man sollte auf jeden Fall auf den Torre di Guingi steigen – der Ausblick über die gesamte Stadt ist es wert.

Italien: Toskana: Florenz

Italien: Toskana: Florenz

Florenz

Florenz (italienisch Firenze) ist die wirtschaftlich und kulturelle Hauptstadt der Toskana. Die mittelitalienische Stadt am Fluss Arno hat ca. 382.000 Einwohnern. Wegen ihrer kulturellen Bedeutung – insbesondere für die Kunst – wird Florenz als das „italienische Athen“ bezeichnet.

Das Baptisterium San Giovanni ist die Taufkirche des Doms von Florenz, die mit ihrem auf die Antike rückgreifenden Stil eines der zentralen Werke der florentinischen Protorenaissance ist. Die Entstehungszeit ist umstritten, die Kirche wurde jedoch im 11. Jahrhundert geweiht. Das Baptisterium steht gegenüber dem Dom Santa Maria del Fiore. Das oktagonale Bauwerk wurde lange für einen alten Marstempel gehalten.

Der Ponte Vecchio (ital. für alte Brücke) ist die älteste Brücke über den Arno in der italienischen Stadt Florenz. Nachdem 1333 ein Hochwasser eine an der selben Stelle stehende Holzbrücke zerstörte, wurde in zwölfjähriger Bauzeit die heutige Brücke aus Stein errichtet. Beim Rückzug der deutschen Truppen aus Florenz im 2. Weltkrieg wurde Ponte Vecchio als einzige Brücke der Stadt nicht zerstört.

Ein sehr bekanntes Motiv ist der Neptunbrunnen auf der Piazza della Signoria. Ein Brunnen mit der großen Statue Neptuns aus weißem Carrara-Marmor. Direkt neben dem Neptunbrunnen befindet sich der Palazzo Vecchio – das Rathaus von Florenz. Der stattliche Bau entstand Ende des 13. Jahrhunderts. Direkt vor dem Eingang steht eine Kopie des Davids von Michelangelo.

Ca. 6 Mio. Menschen fallen wie Heuschrecken von Ostern bis Oktober in die Stadt ein. Dank einer ausgezeichneten Führung haben wir einen kleinen Einblick in die Kulturschätze dieser Stadt erhalten. Für einen tieferen Einblick muss man mehrere Tage einplanen und viel Nerven mitbringen.

Italien: Toskana: Populonia

Italien: Toskana: Populonia

Populonia

Populonia ist eine alte Stadt in Italien. Sie gehört heute administrativ zur Kommune Piombino. Populonia liegt hoch über der Bucht von Baratti. Populonia liegt ca. 80 km nordwestlich von Grosseto und 80 km südlich von Livorno.

Populonia war das größte, eisenverarbeitende Zentrum des gesamten Mittelmeerraumes. Dort wurde das Eisenerz, das von der nahegelegenen Insel Elba stammte, verhüttet. Sehr gut erhaltene etruskische Grabstädten sind im Archäologischen Park zu besichtigen.

Hoch über dem Golf von Barrati gelegen hat man von hier einen tollen Blick bis nach Elba. Die Etrusker entdeckten diesen schönen Fleck schon vor 2500 Jahren und schmolzen hier Eisenerz, das sie sich von Elba besorgten. Populonia Alta ist heute ein kleiner verschlafener Ort mit tollem mittelalterlichem Flair.

Die mittelalterlichen Mauern, die das Städtchen umgeben, sind noch sehr gut erhalten. Sie dienten damals vor allem dem Schutz von Piraten. Die Burg selber wurde im 15. Jahrhunderts von Jacopo II. Appiani gebaut und im 18. Jahrhundert restauriert.

Populonia ist heute ein unbedeutender kleiner Ort, der wegen seiner malerischen Lage und der etruskischen Grabstätten aber einer der beliebtesten Touristenziele der Toskana ist. Eine mittelalterliche Festung, die das Zentrum des Ortes mit einer Stadtmauer umgibt, befindet sich auf einem steil ins Meer abfallenden Felsen. Von dort hat man auch einen traumhaften Ausblick über die Bucht. Ansonsten ist der Ort heutzutage eine Künstlerkolonie, die entlang der Hauptstraße, die Touristen in ihre Galerien locken.

Italien: Toskana: Maremma

Italien: Toskana: Maremma

Maremma

Die Maremma ist eine Landschaft in Mittelitalien und umfast die gesamte südliche Toskana und Teile des nördlichen Latiums. Nach engerer Auslegung, die auf den spanischen Begriff marisma (= sumpfiges Küstenland) zurückgeht, ist aber nur der flache, von einer Hügelketten unterbrochene Küstenstreifen entlang des Tyrrhenischen Meeres zwischen dem Golfe di Follónica, den Flussläufen der Bruna und des Ombrone sowie der Lagune von Orbetello am Monte Argentario gemeint, der ursprünglich eine zusammenhängende Sumpflandschaft war.

In der flachen Landschaft bringen die Flüsse im Winter mehr Wasser aus den Gebirgen mit als ins Meer abfließen kann; so entstehen zwischen den Flussläufen ausgedehnte flache Binnenseen, die auch im Sommer nicht austrocknen.

Zwischen den Wassern häuft der Wind Sanddünen auf, durchsetzt mit großen Massen von Schutt, Felsbrocken und abgebrochenen Ästen, die die Flüsse vor sich hertragen. Das Salzwasser des Meeres und das Süßwasser der Flussläufe mischt sich so zu einer einzigen Sumpflandschaft.

Die Einfahrt in den bedeutendsten Naturpark der Toskana (Parco Naturale della Maremma) ist nur mit den Bussen des Parks und auf kurzen Strecken möglich. Man sollte mindestens einen Tag einplanen.

Die Strände der Maremma erhalten bei den jährlichen Prüfungen beste Noten hinsichtlich Wasserqualität und Sauberkeit. Allerdings ist das Preisniveau im Gegensatz zu anderen italienischen Küstenregionen sehr hoch.

Italien: Toskana: Grosseto

Italien: Toskana: Grosseto

Grosseto

Grosseto hat ca. 75.000 Einwohner und ist Hauptstadt der Provinz Grosseto. Grosseto ist Hauptstadt der Maremma.

Das historische Zentrum, zum größten Teil Fußgängerzone, ist recht klein. Die eher großzügig wirkende Piazza Dante mit dem Denkmal für Leopoldo II in der Mitte ist sowohl sakrales als auch profanes Zentrum der Stadt.

Der Palazzo della Provincia entstand als Ostflanke der Piazza Dante. Er erinnert stark an den Palazzo Pubblico von Siena: unten travertinweiß mit Sieneser Fenstern, oben backsteinrot mit großzügigen Fensteröffnungen, Triforien im Piano Nobile und ein Quadriforium sowie Biforien im zweiten Stockwerk.

An der zentralen Piazza Dante, wo sich einst das Kastell der Aldobrandeschi befand, stehen heute der neogotische Palast der Provinzialregierung (1900) sowie der 1294 begonnene Dom San Lorenzo in charakteristischer italienischer Gotik (abwechselnd roter und weißer Marmor) erbaut. Auf der Piazza ist Leopold II. wegen seines Rekultivierungs- und Entwässerungsprogramms der Maremma ein Denkmal gesetzt. Die Malaria ist als Schlange, die der Held zertritt, symbolisch dargestellt.

Grosseto ist eine überschaubare Stadt, in der Touristen eher selten zu finden sind. In früheren Zeiten litt die Bevölkerung unter einer Malariaverseuchung. Erst durch die systematische Trockenlegung der Region wurde aus Grosseto ein bedeutendes Verwaltungs- und Landwirtschaftszentrum.

Italien: Toskana: Castiglione della Pescaia

Italien: Toskana: Castiglione della Pescaia

Castiglione della Pescaia

Castiglione della Pescaia ist eine Stadt an der Maremmaküste, Toskana in der Provinz Grosseto. Der Ort wird von einer mittelalterlichen Burg (12. bis 14. Jahrhundert) überragt und ist heute ein beliebter Badeort am Tyrrhenischen Meer.

Castiglione della Pescaia gilt als einer der schönsten Badeorte an der Küste von Grosseto. Der Ferienort ist voller Apartments und kleinen Pensionen, Restaurants und Geschäfte. Der 342m hohe Festungshügel Poggio di Petriccio ragt über dem Ferienort.

Die pisanische Rocca geht auf einen ersten, im 12. Jahrhundert angelegten Turm hoch auf dem Hügel über dem Hafen von Castiglione zurück, der in den darauffolgenden Jahrhunderten in einen vorgelagerten Mauerring mit zwei weiteren Ecktürmen eingebunden wurde; diese Anlage umschließt die Oberstadt dreiecksförmig. Der ursprüngliche Turm ist heute in Privatbesitz und für die Öffentlichkeit unzugänglich. Weitere Befestigungsanlagen wurden im 15. Jh. von den Florentinern hinzugefügt.

Breit und tief ins Land reichend ist die Lagunenlandschaft, im natürlichen Fluss- und Meerhafen schaukeln Fischer- und Urlauberboote.

Castiglione della Pescaia ist bei italienischen Urlaubern sehr beliebt und hat bereits viele ausländische Freunde. Für uns hat der Ort eher einen Zweitwohnungscharakter, da hier im Mai viele Ferienhäuser verschlossen waren.

Italien: Toskana: Monteriggioni

Italien: Toskana: Monteriggioni

Monteriggioni

Im Herzen des Chianti, einer der bezaubernsten Gegenden der Toskana liegt das mittelalterliche Oertchen Monteriggioni. Das romantische Monteriggioni, nicht weit von Siena, bietet dem Urlauber hohe Kultur und eindrucksvolle Landschaft, die einen Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen.

Schon von weitem ragt die ovale Befestigung mit ihren elf Tor- und Wachtürmen in 274m Höhe. Monteriggioni war früher als Vorposten Sienas gegenüber Florenz erbaut.

Zu sehen sind ein romanisch-gotisches Kirchlein, zwei gegeneinander versetzte Plätze und zwei verschlaffene Gassen.

Die Ruhe und Beschaulichkeit sind angenehm, die beiden Restaurants einladend. Man kann hier auch Antiquitäten und Wein kaufen.

Auf dem Weg zu Siena lohnt sich durchaus ein Blick nach Monteriggioni.

Italien: Toskana: Siena

Italien: Toskana: Siena

Siena

Siena gilt als eine der schönsten Städte der Toskana. Schon seit jeher befindet sie sich in Rivalität mit Florenz, egal ob in politischer, wirtschaftlicher oder künstlerischer Hinsicht. Während Florenz als Paradebeispiel einer Renaissance-Stadt vor allem durch die schiere Masse und Größe seiner Bauwerke und Kunstwerke beeindruckt, hat Siena den mittelalterlichen Charakter der speziell italienischen Gotik erhalten. Siena hat ca. 55.000 Einwohner und ist bekannt für den Palio, ein Pferderennen, das am zentralen Platz Piazza del Campo ausgetragen wird.

Die Piazza del Campo ist der bedeutendste Platz der Stadt Siena, deren Zentrum sie bildet. Der Platz ist bekannt durch seine beeindruckende Architektur und seine halbrunde Form, sowie durch das zweimal im Jahr (am 2. Juli und am 16. August) ausgetragene Pferderennen. Das Bild wurde vom Torre del Mangia – ein 102 Meter hoher Turm – aufgenommen, der das Stadtbild von Siena prägt.

Blick auf den Torre del Mangia. Der Name leitet sich von dem Spitznamen Mangiaguadagni des ersten Glöckners ab. Obwohl der Turm an der niedrigsten Stelle am Campo zwischen den drei Stadtdritteln steht, überragt er alle Türme der Stadt, auch den des Domes und das war so als Symbol der profanen Macht gewollt.

Der Dom Santa Maria aus schwarzem und weißem Marmor, heute eines der bedeutendsten Beispiele der gotischen Architektur in Italien, entstand aus einer dreischiffigen romanischen Basilika. Heute präsentiert sich der Bau immer noch als solche, jedoch mit gotisch erhöhtem und eingewölbtem Mittelschiff, kompliziertem, mehrschiffigen Querhaus und einem gotischen Chor. Romanisch blieb die unregelmäßig sechseckige Kuppel über der Vierung, die für viele der Unregelmäßigkeiten des Baues verantwortlich ist. Der Bau wurde Anfang des 13. Jahrhunderts begonnen und zog sich bis in das 14. Jahrhundert hinein.

Siena gilt nahezu unwidersprochen als die schönste Stadt Italiens und ist im Gegensatz zur Renaissance-Metropole Florenz die Stadt der Gotik. Die Bedeutung des Pferderennens ist für Touristen eher schwer zu verstehen, aber für Siena ein gigantisches Spektakel.

Italien: Toskana: Montepulciano

Italien: Toskana: Montepulciano

Montepulciano

Montepulciano ist eine Kleinstadt in der italienischen Region Toskana und gehört zur Provinz Siena. Sie liegt südöstlich von Siena zwischen dem Val di Chiana und dem Val dOrcia. Lage und Bau der Stadt sind außerordentlich reizvoll und pittoresk. Die Stadt liegt auf der Kuppe eines rund 600 m hohen Hügels und ist von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben.

In seinen trutzigen Mauern erhebt sich Montepulciano schön aus dem leicht gewellten Land. Weil das Frühmittelalter mit der Vorherrschaft der Adelsfamilien bis ins 18. Jh. hineinwirkte hat sich Montepulciano mit seinen zahlreichen Renaissance-Palästen kaum verändert.

Die meisten der Gebäude der Altstadt stammen aus der Zeit der Renaissance. Älter sind die Burg, der Palazzo Pubblico aus dem 14. Jahrhundert und das Portal der Kirche Santa Maria (13. Jahrhundert). Es gibt eine Reihe von schönen Privathäusern, von denen einige von Antonio da Sangallo dem Älteren (1455 – 1534) und Baldassare Peruzzi (1481 – 1536), andere von Vignola (1507 – 1573) erbaut wurden.

In den letzten Jahren war Montepulciano wiederholt Schauplatz preisgekrönter Spielfilme wie „Der englische Patient“, „Heaven“ oder „Ein Sommernachtstraum“.

Parken ist in der Stadt praktisch unmöglich, also bleibt man mit dem Auto draußen, wo Parkplätze ausgewiesen sind. Man wundert sich dann als Fussgänger in der Stadt warum man permanent irgendwelchen Autos ausweichen muss.