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Monat: Juli 2007

Island: Dettifoss

Island: Dettifoss

Dettifoss

Der Gletscherfluß Jökulsá á Fjöllum (Gletscherfluß aus den Bergen) entwässert den nordöstlichen Teil Islands. Mit einer Länge von 206 km ist die Jökulsá der zweitlängste Fluß des Landes. Der Dettifoss ist der wasserreichste Wasserfall Europas. Neben dem Schmelzwasser führt der Fluß auch große Mengen an Geröll mit. Pro Tag werden rund 120000 t Geröll, Gestein, Sand und Schlamm transportiert, was etwa 2g pro Liter entspricht.

Während der ersten 150 km fließt das Wasser eher gemächlich nach Norden. Mit dem 12m hohen Selfoss beginnt dann der Absturz in den Canyon. Die zweite Fallstufe bildet der Dettifoss. Das Gletscherwasser stürzt auf einer Breite von rund 100m über 44m in eine Schlucht. Im Sommer liegt die Wassermenge bei 1500m3 pro Sekunde.

Das mitgeführte Geröll übt eine starke Erosionskraft aus und trägt zur Vertiefung der Schlucht und zur Wanderung der Wasserfälle bei. Im Bereich des Dettifoss wandert die Fallkante pro Jahr etwa einen halben Meter bis einen Meter flußaufwärts.

Fünf Kilometer unterhalb des Dettifoss folgt der dritte Wasserfall, der Hafragilsfoss. Mit einer Höhe von 27m ist er deutlich kleiner als der Dettifoss. Es folgen schließlich noch der Réttarfoss und der Vígabjargfoss. Das Gefälle beträgt im Bereich der Wasserfälle etwa 10m pro Kilometer, insgesamt wird eine Höhendifferenz von rund 300 m überwunden.

Leider kommt da nur Dreckwasser herunter …

Dettifoss2

Island: Hengifoss

Island: Hengifoss

Hengifoss

In der Nähe von Egilsstaðir liegen am südwestlichen Ende des Lagarfljót-Sees der Wasserfälle Litlanesfoss und Hengifoss. Ausgehend vom Parkplatz an der Straße 931, die von Egilsstaðir rund um den See führt, erreicht man zunächst den Litlanesfoss mit seinen beeindruckenden Basaltsäulen und nach rund eineinhalb Stunden den Hengifoss.

Wie viele Wasserfälle verdankt der Hengifoss seine Entstehung der letzten Eiszeit. Im Fljótsdalur wälzte sich während der Eiszeit ein mächtiger Gletscher dem Meer entgegen und tiefte das Tal wegen seiner großen Masse sehr stark ein. Die kleineren Gletscher in den Nebentälern konnten wegen ihrer deutlich geringeren Masse die Täler nur wenig eintiefen.

Nachdem die Gletscher am Ende der Eiszeit abgetaut waren, blieben an den Einmündungen der Nebentäler in das Haupttal Gefällestufen zurück. Oft haben die Wasserläfe der Nebentäler durch rückschreitende Erosion die Gefällestufe so weit zurückversetzt, das am Ausgang der Nebentals eine enge Schlucht entstanden ist. An härteren Gesteinsschichten wird wie am Hengifoss die Höhendifferenz durch einen Wasserfall überwunden.

Mit knapp 120 m Fallhöhe ist der Hengifoss der dritthöchste Wasserfall in Island. Es gibt eine schöne recht steile Wanderung vom Parkplatz ausgehend.

Island: See Jökulsárlón (dt. „Gletscherflusslagune“)

Island: See Jökulsárlón (dt. „Gletscherflusslagune“)

Gletschersee

Der See Jökulsárlón (dt. „Gletscherflusslagune“) ist der bekannteste und größte einer Reihe von Gletscherseen in Island. Er liegt am Südrand des Vatnajökull auf dem Breiðamerkursander zwischen dem Skaftafell-Nationalpark und Höfn. Mit 150 m ist er der dritttiefste See Islands.

Der Jökulsárlón wird durch die auf ihm treibenden Eisberge charakterisiert, die eine Höhe von bis zu 15 m erreichen. Sie lösen sich von der Gletscherzunge des Breiðamerkurjökull ab. Man kann am Ufer des Sees vor der Kulisse weit umherwandern und die oft dreifarbigen Eisberge bewundern. Das Blau im Eis rührt von verschiedenen Kristallen und deren Reflexion her, das Schwarz von vulkanischer Asche.

Im Jökulsárlón schwimmen manchmal Seehunde, meist aber haben sie sich an den Ausfluss des Sees ins Meer zurückgezogen, der nur etwa 50 m lang ist. Sie weichen dem Lärm auf dem See aus, der von Ausflugsbooten für Touristen erzeugt wird.

Der Gletschersee diente bereits als Schauplatz für bekannte Filmproduktionen wie James Bond – Stirb an einem anderen Tag, Tomb Raider und Batman Begins, wofür der Filmbeginn mit der Ausbildung in Tibet in dieser Landschaft gedreht wurde. Dies resultiert aus dem zunehmenden Marketing für Island als Ort für Filmproduktionen, sowie der guten Infrastruktur.

Gletschersee2

Island: Svartifoss

Island: Svartifoss

Svartifoss

Der Svartifoss (schwarzer Wasserfall, nach der Farbe des umgebenden Gesteins) liegt im Skaftafell-Nationalpark im Südosten Islands. Der Storilækur (großer Bach) stürzt über eine Felskante, die von Basaltsäulen wie Orgelpfeifen eingerahmt wird und fließt weiter in die Vestragíl (Westschlucht). Flussabwärts folgen der Magnúsarfoss, Hundafoss und Þjóðafoss.

Wie der Name des Flusses vermuten lässt, ist es kein mächtiger, wasserreicher Wasserfall.

Der Wasserfall ist vom Campingplatz und Informationszentrum Skaftafell in einer guten halben Stunde Fußweg zu erreichen. Unterhalb des Wasserfalls sind noch die Reste eines kleinen Kraftwerks vorhanden. Von hier wurden die in der Nähe liegenden Höfe versorgt.

Basalt ist für gewöhnlich dunkelgrau bis schwarz. Er besteht zum größten Teil aus einer feinkörnigen Grundmasse. Gröbere, mit bloßem Auge zu erkennende Einsprenglinge sind relativ selten, können aber bei einigen Basaltvarietäten häufiger vorkommen.

Svarti

Island: Skógafoss

Island: Skógafoss

Skógafoss

Der Skógafoss liegt im Süden Islands beim Ort Skógar unterhalb des Eyjafjallajökull an einer ehemaligen Steilküste. Nachdem die Küstenlinie sich ins Meer hinausgeschoben hatte, blieb über Hunderte von Kilometern ein Steilabfall vom Isländischen Hochland Richtung Meer übrig.

An einer solchen Stelle ergießt sich der Skógafoss über eine Breite von 25 Metern 60 Meter in die Tiefe. Diese Sehenswürdigkeit befindet sich entlang der Ringstrasse 1 und ist für jeden zugänglich ist. Neben den Wasserfall, auf der Wiese neben dran kann man auch sein Zelt aufschlagen – es soll ein Campingplatz sein.

An der östlichen Seite des Wasserfalls führt ein berühmter Trekkingpfad, der Laugavegur hinauf zum Pass Fimmvörðuháls und weiter über die Þórsmörk nach Landmannalaugar.

Eine Sage erzählt, dass der Landnehmer Þrasi Þórólfsson seinen Schatz hinter dem Skógafoss versteckt hat. Der Schatz selbst wurde nicht gefunden. Nur ein Ring der Schatztruhe wird jetzt im Museum verwahrt.

Leider hatten wir an diesem Tag Pech mit dem Wetter. Aber direkt vor diesem Wasserfall zu stehen ist ein unvergeßliches Erlebnis.

Island: Hjálparfoss

Island: Hjálparfoss

Hjálparfoss

Hjálparfoss ist ein Wasserfall im Süden von Island.

Der Fluss Fossá í Þjórsárdal stürzt hier malerisch zwischen Basaltsäulen in zwei Arme gespalten etwa 20 m in die Tiefe. Der Wasserfall liegt kurz vor dem Zusammenfluss der Fossá mit der Þjórsá. Der Vulkan Hekla überragt die Gegend und in der Nähe befinden sich mit dem Háífoss und der Schlucht Gjáin noch weitere sehenswerte Wasserfälle.

Der Name heißt aus dem Isländischen übersetzt „Hilfewasserfall“. Dies leitet sich vom Namen der Gegend Hjálp ab. Dieser wiederum rührt daher, dass in früheren Zeiten Leute nach Überquerung der gefährlichen Inlandsstrecke Sprengisandur hier endlich wieder Wasser und Futter für die Pferde vorfanden.

In dem Tal gibt es eine bescheidene touristische Infrastruktur, u.a. mit einem schön gelegenen, geothermalen beheizten Schwimmbad und einem Campingplatz. Sonst gibt es hier nicht viel zu sehen. Auch dieser Wasserfall liegt recht unscheinbar in der Landschaft.

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Island: Gullfoss

Island: Gullfoss

Gullfoss

Der Gullfoss ist ein berühmter Wasserfall im Haukadalur im Süden Islands. Er gehört mit Þingvellir und den benachbarten Geysiren zum sogenannten Golden Circle der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Islands. Seine durchschnittliche Wasserführung beträgt etwa 109 m³/s. Der Wasserfall rauscht über zwei Stufen (11 m und 21 m hoch). Die beiden breiten Kaskaden stehen etwa in einem 90°-Winkel zueinander. Bei Betrachtung der nachfolgenden Schlucht, erscheint es verwunderlich, wohin diese riesige Wassermenge verschwindet.

Dass es diesen Wasserfall noch gibt, ist dem Einsatz von Sigríður Tómasdóttir und ihrem Vater Tómas Tómasson zu verdanken, die um 1920 gegen den geplanten Verkauf des Geländes am Wasserfall angingen. Es sollte an eine englische Gesellschaft vergeben werden, die einen Staudamm errichten und Elektrizität gewinnen wollte. An Tómasdóttir erinnert eine Hinweistafel aus Stein in der Nähe des Wasserfalles.

Gullfoss ist der wohl meistfotografierte Wasserfall Islands. Die nüchterne Beschreibung des „goldenen Wasserfalls“ müsste beinhalten, dass er über zwei Fallstufen insgesamt 32 Meter in die Tiefe fällt, und dass er ein Wasserfall des Gletscherflusses Hvitá ist, der unterhalb des Gletschers Langjökull entspringt und nach 133 Kilometern in den Atlantik mündet.

Wer den Gullfoss mit eigenen Augen sieht, die Wassermassen, die mit beeindruckender Gewalt in eine tiefe, dunkle Schlucht stürzen und das laute, fast unheimliche Tosen erzeugen, und gleichzeitig aber erlebt, wie die Sonne einen Regenbogen in das aufspritzende Wasser malt, der versteht plötzlich, dass Schönheit und Gewalt sich nicht zwangsläufig ausschließen. Das ist Naturgewalt in ihrer schönsten Form.

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Island: Geysir

Island: Geysir

Geysir

Der Große Geysir ist ein Geysir auf Island und namensgebend für diese Art von geothermaler Quelle. Er ist der älteste bekannte noch gelegentlich aktive Geysir. Er liegt im geothermisch sehr aktiven Gebiet Haukadalur im Golden Circle im Südwesten der Insel. Wenige Meter neben ihm befinden sich der regelmäßig aktive Geysir Strokkur sowie weitere Heißwasserquellen.

Springquellen entstehen, wenn sie einen verhältnismäßig engen Eruptionskanal haben. Durch Magma aufgeheiztes Sickerwasser wird aufgrund des Drucks der Wassersäule im Eruptionskanal auf weit über 100°C aufgeheizt. Einzelne Blasen steigen auf, und pressen einen Teil des Wassers heraus. Dadurch fällt der Druck ab und das überhitzte Wasser verwandelt sich schlagartig in Wasserdampf.

Die kochende Wassersäule des Strokkur erreicht eine Höhe von manchmal über 35 m. Um die Intervalle zu verkürzen, wurde bis Mitte der 1970er Jahre, insbesondere am isländischen Nationalfeiertag, Seife in den Geysir geschüttet. Dies reduzierte die Oberflächenspannung und das Intervall wurde kürzer, allerdings auch unregelmäßiger.

Neben diesen Hauptattraktionen sollten aber auch die anderen Quellen nicht unerwähnt bleiben, wie „Blesi“, deren türkisblaues Wasser fast zum Baden einlädt.

Island: Þingvellir

Island: Þingvellir

Þingvellir

Þingvellir (isländisch „Þing“: Volksversammlung gesprochen ähnlich wie „thing“ im Englischen, „vellir“: Felder; Ebene) ist ein Ort und ein Nationalpark im Süden von Island nahe der Reykjanes-Halbinsel

Hier wurde bereits um 930, also am Ende der Landnahme durch vor allem norwegische Wikinger, die traditionelle gesetzgebende Versammlung Alþing abgehalten. Sie hatte sowohl gesetzgeberische als auch Gerichtsbarkeits-Funktionen. Es handelt sich um eines der ältesten Parlamente der Welt – nach denen im Griechenland der Antike. Es bestand bis ins Jahr 1798, als die Dänen das Althing auflösten.

Es liegt inmitten einer Grabenbruchzone und umgeben von vier aktiven Vulkansystemen, darunter der Hengill. Der Fluss Öxará durchströmt den Nationalpark und formt an der Schlucht Almannagjá einen sehenswerten Wasserfall. An diesem Ort wird auch das Auseinanderdriften der amerikanischen und europäischen tektonischen Platten durch imposante Felsspalten und Risse sichtbar, vor allem an der Allmänner-Schlucht.

Die tektonischen Verschiebungen zeigen sich auch in den häufigen Erdbeben. Außerdem macht sich der Vulkanismus bemerkbar. Das Wasser des Baches soll in den letzten Jahren auch schon überraschend angefangen haben zu dampfen. Den Enten im Bach scheint das nicht zu schaden.

Dieses Motiv von Þingvellir gehört zu jeder Fotosammlung einer Island-Reise.

Island: Seyðisfjörður

Island: Seyðisfjörður

Seyðisfjörður

Seyðisfjörður ist eine Stadt im Osten Islands. Sie liegt am Ende des gleichnamigen Fjords. Der Name heißt übersetzt Schafsfjord.

Seyðisfjörður hat ca. 800 Einwohner und ist der Hafen der einzigen Autofähre Norröna, die Island mit den Färöern und weiter mit Dänemark, Norwegen und den Shetland-Inseln verbindet. Die Passstraße über die Hochebene Fjarðarheiði führt in die nächste Stadt Egilsstaðir und zum Hringvegur.

Hier endete das erste Unterseetelefonkabel. Der Fjord war zudem im Zweiten Weltkrieg ein Marinestützpunkt der Alliierten. Die Stadt war die erste voll elektrifizierte in Island. Deshalb gibt es in ihr auch ein Elektrizitätsmuseum.

Haben wir hier Elfen, Trolle, Zwerge oder Klone gesichtet?? Unglaublich.

Seydis